ROUNDUP: Trend zu Bieralternativen treibt Brauer AB Inbev an - Aktie legt zu
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LEUVEN (dpa-AFX) - Die Geschäfte mit Erfrischungsdrinks und alkoholischen Getränken abseits des klassischen Bieres haben AB Inbev (AB InBev SA-NV (Anheuser-Busch InBev)) im ersten Quartal trotz eines nur leichten Absatzwachstums angetrieben. Zudem tritt die Konzernspitze weiter auf die Kostenbremse. Alles in allem lief es im ersten Quartal besser als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Anleger an der Börse griffen am Dienstag bei der Aktie zu.
Der Anbieter von Bieren wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois steigerte bei einem Absatzwachstum von 0,8 Prozent den Umsatz aus eigener Kraft zum Jahresstart um fast 6 Prozent auf knapp 15,3 Milliarden US-Dollar (13,1 Mrd Euro). Wachstumstreiber war dabei das Geschäft mit alkoholfreien Bieren und anderen Getränken. Aber auch mit den großen und wichtigen Biermarken lief das Geschäft unter anderem wegen des Trends zu teuren Produkten gut.
Analyst Trevor Stirling von Bernstein Research lobte in einer ersten Reaktion denn auch das Absatzwachstum und die Entwicklung der Verkaufspreise. Auch Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan lobte die Quartalszahlen, betonte aber auch, dass dabei wohl auch das dieses Jahr frühere Osterfest eine Rolle gespielt haben dürfte. Dies dürfte sich etwa in Mexiko positiv auf das Wachstum ausgewirkt haben.
So steigerte AB Inbev den Umsatz im wichtigen mexikanischen Markt im hohen einstelligen Prozentbereich und den Gewinn im mittleren einstelligen Prozentbereich. In den USA wuchs der Umsatz indes nur leicht, ebenso wie in Europa. In letzterem Markt hätten allerdings fortgesetzte Marktanteilsgewinne und der Trend zu teureren Produkten ein schwaches Branchenumfeld ausgeglichen.
Wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte, legte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf dieser Basis um 5,3 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar zu. Damit schnitt AB Inbev besser ab als von Analysten im Mittel erwartet. Inklusive Währungsumrechnungseffekten legten Umsatz und operatives Ergebnis noch deutlicher zu.
Im laufenden Jahr will Konzernchef Michel Doukeris den operativen Gewinn weiterhin um vier bis acht Prozent steigern, was im Einklang mit dem mittelfristigen Ziel steht.
Der Aktienkurs von AB Inbev legte am Dienstagvormittag um rund sechs Prozent auf 66,92 Euro zu und war damit Spitzenreiter im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Er näherte sich außerdem weiter dem Mehrjahreshoch von 68,82 Euro aus dem Februar./mis/niw/zb
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