Russischer Luftangriff: Selenskyj fordert Hilfen bei Flugabwehr


KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew schnellere Hilfen für die Flugabwehr. In der Hauptstadt seien mindestens 13 Tote zu verzeichnen, schrieb er in sozialen Netzwerken. Zunächst war von zehn Toten die Rede gewesen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko gab es mindestens 86 Verletzte.

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"Der Nachschub an Flugabwehr für die Ukraine hat eine absolute und kritische Priorität", schrieb Selenskyj. Wichtig sei jeder Beitrag zum PURL-Programm, bei dem Nato-Staaten Waffen in den USA kaufen und an die Ukraine übergeben. Die Vereinbarungen zur Produktion neuer Abfangsysteme für ballistische Raketen müssten vorangetrieben werden. Selenskyj hoffte auch darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Abwehrraketen in Lizenz erlauben.

Moskau spricht von Angriffen auf Rüstungsbetriebe

Das russische Militär listete unterdessen mehrere Rüstungsbetriebe in Kiew auf, denen der nächtliche Luftangriff angeblich gegolten habe. Dazu zählten die Antonow-Flugzeugwerke, in denen Drohnen gebaut würden, und zwei Fabriken für Radioelektronik, die Steuerungen für Drohnen und Raketen produzierten.

Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar, die Ukraine macht zu möglichen Treffern keine Angaben. Die russische Angriffswelle traf erneut zahlreiche Wohnhäuser und andere zivile Objekte./fko/DP/stw

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