Schwache Werbemärkte

RTL-Aktie sinkt: RTL muss sich kleinere Ziele setzen


RTL-Aktie sinkt: RTL muss sich kleinere Ziele setzen

Die RTL-Gruppe setzt sich wegen der ausgebliebenen Erholung der Werbemärkte zu Beginn des zweiten Halbjahres kleinere Ziele.

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Zwar sei der September stark gewesen, teilte der im MDAX notierte Fernsehkonzern am Mittwoch in Luxemburg mit. "Mit Blick auf das vierte Quartal erweisen sich die europäischen Werbemärkte jedoch schwächer als erwartet, so dass wir trotz Gegenmaßnahmen unseren Ausblick anpassen mussten", sagte Konzernchef Thomas Rabe. Zuletzt notierten die Scheine noch etwa 3,3 Prozent niedriger. In ihrem Sog verloren die Papiere der Konkurrentin ProSiebenSat1 Media SE aus Unterföhring leicht.

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Wie die Bertelsmann-Tochter weiter mitteilte, rechnet die RTL-Führung nur noch mit einem Jahresumsatz von 6,9 Milliarden Euro, nachdem das Erlösziel bereits im Sommer auf 7,0 Milliarden Euro gestutzt worden war. Im vergangenen Jahr hatte die RTL-Gruppe noch gut 7,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) des Jahres 2023 dürfte auf 900 Millionen Euro nach 1,08 Milliarden Euro im Vorjahr zurückgehen - auch hier hatte die Konzernführung bereits Hand an die Prognose gelegt.

Im dritten Quartal ging der Konzernumsatz um rund ein Zehntel auf knapp 1,6 Milliarden Euro zurück. Branchenexperten hatten sich deutlich mehr erhofft. Vor allem das Geschäft mit der Inhalteproduktion (Fremantle) ließ infolge einer gedämpften Nachfrage und verglichen mit einem starken Vorjahreswert Federn. Auch die Werbeerlöse waren rückläufig und eine Kehrtwende ist nicht in Sicht: Wegen der weiter schwachen TV-Werbemärkte insbesondere hierzulande dürfte das Geschäft mit Fernsehwerbung in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahr rückläufig sein.

Der Mutterkonzern Bertelsmann hingegen trotzte der rückläufigen Entwicklung. Der Konzernumsatz stieg von Januar bis September auf 14,6 Milliarden Euro und das Wachstum aus eigener Kraft lag bei 0,8 Prozent, wie das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz bei 14,4 Milliarden Euro. Zahlen zum Gewinn wurden nicht genannt.

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Andere Bereiche des Bertelsmann-Konzerns glichen die Schwäche von RTL offensichtlich aus. Vor allem das Verlagsgeschäft um die Gruppe Penguin Random House, die das Buch von Prinz Harry ("Reserve") veröffentlichte, sowie die Musiksparte BMG, die Dienstleistungsgeschäfte von Arvato und der Bildungsbereich Bertelsmann Education Group trugen demnach zum Wachstum bei.

Die RTL-Aktie verliert im XETRA-Handel zeitweise 3,95 Prozent auf 32,60 Euro.

LUXEMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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15.09.26 RTL Market-Perform Bernstein Research
10.09.26 RTL Hold Deutsche Bank AG
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12.08.26 RTL Underweight JP Morgan Chase & Co.
11.08.26 RTL Market-Perform Bernstein Research

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