Schweden will Astrazeneca-Impfungen nicht aussetzen
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Von Dominic Chopping
STOCKHOLM (Dow Jones)--Nach der Entscheidung Dänemarks, Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca wegen möglicher Nebenwirkungen vorerst auszusetzen, hat die Gesundheitsbehörde im benachbarten Schweden mitgeteilt, sie werde den Impfstoff weiter einsetzen. Für eine Einstellung der Impfungen sehe sie keine ausreichende Grundlage.
"Die Europäische Arzneimittelagentur hat auch keinen Grund gefunden, die Impfung zurückzuziehen oder auszusetzen", teilte die Behörde mit. "Die Einschätzung ist, dass der Nutzen des Impfstoffs die Risiken eindeutig überwiegt, die Behörden behalten die Situation weiterhin im Auge."
Zuvor in dieser Woche hatten bereits Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg und Österreich Impfungen mit einer bestimmten Charge des Astrazeneca-Impfstoffs aufgrund von Berichten über Blutgerinnsel nach der Impfung gestoppt. Die Charge besteht aus 1 Million Dosen, die an 17 Länder der Europäischen Union geliefert wurden, darunter auch Schweden.
Vorläufige Untersuchungen hätten keine Qualitätsmängel bei dieser Charge ergeben, aber die Untersuchung dauere an, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde mit. Es sei bislang auch kein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Auftreten von Blutgerinnseln nachgewiesen worden.
Ein Astrazeneca-Sprecher sagte, die Sicherheit der Patienten habe für Astrazeneca höchste Priorität. Die Sicherheit des Impfstoffs sei in zulassungsrelevanten klinischen Studien ausgiebig untersucht worden und von Experten begutachtete Daten bestätigten, dass der Impfstoff im Allgemeinen gut verträglich sei.
Bis zum 9. März wurden 22 Fälle von Blutgerinnseln bei den rund 3 Millionen Menschen gemeldet, die in Europa mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurden. Der Arzneimittelbehörde wurden zwei Fälle von vermuteten thromboembolischen Ereignissen bei Personen berichtet, die mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurden, etwa zehn Fälle bei dem Impfstoff Comirnaty von Pfizer und Biontech und keine Fälle beim Impfstoff von Moderna.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/sha/mgo
(END) Dow Jones Newswires
March 11, 2021 08:34 ET (13:34 GMT)
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