Schweizer Bericht: Atomendlager auch für Nachbarländer sicher


BERN (dpa-AFX) - In der Schweiz ist ein Bericht zur Umweltverträglichkeit eines geplanten Endlagers für atomare Abfälle veröffentlicht worden. Das Fazit: Im Land selbst und für die Nachbarländer gibt es keine Probleme. "Erhebliche Auswirkungen auf die Nachbarstaaten können ausgeschlossen werden", heißt es im Umweltverträglichkeitsbericht.

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Das Tiefenlager soll in Nördlich Lägern bei Stadel im Kanton Zürich gebaut werden, gut zwei Kilometer von der deutschen Gemeinde Hohentengen am Hochrhein entfernt. Dort sollen in 800 bis 1.000 Metern Tiefe ab 2050 schwach- und mittelradioaktive Abfälle und ab 2060 hochradioaktive Abfälle eingelagert werden.

Berlin fordert Entschädigung für Bürger

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium in Berlin, Rita Schwarzelühr-Sutter, begrüßte die Veröffentlichung. Deutsche Bürger können dazu nun Stellung beziehen. Sie forderte auch Entschädigungen für Anwohner: "Die Menschen vor Ort - beiderseits der Grenze - müssen die Last tragen und dafür auch angemessen entschädigt werden", teilte sie mit. Dies habe die Schweizer Regierung auch zugesagt.

Zwar nehme der Bauverkehr in Grenznähe zu Deutschland leicht zu, aber mit spürbarem Lärm oder Erschütterungen sei nicht zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Zur Einlagerung seien etwa drei Transporte von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen pro Tag vorgesehen, später je ein Transport mit hochradioaktiven Abfällen pro Woche. Ein Schienenanschluss sei nicht vorgesehen. Das Material werde unter den strikten Vorschriften für Gefahrguttransporte über die Straße in das Endlager gebracht.

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Weniger Strahlung als in der Natur

Eine radiologische Gefährdung von Grundwasser und Oberflächengewässern sei beim Betrieb der Anlage - also wenn das Material eingelagert wird - ausgeschlossen, heißt es weiter. "Es ist im Normalbetrieb von keiner Abgabe von radioaktiven Stoffen über den Luft- oder Wasserpfad auszugehen." Das Lager soll im Jahr 2125 völlig verschlossen werden. Auch danach gebe es keine Gefahr. Etwaige Strahlungen lägen "deutlich unter der durchschnittlichen natürlichen Strahlung in der Schweiz."/oe/DP/zb

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