Aktien von VW, BMW & Co. im Fokus: Verband fordert Reformen am Autostandort Deutschland
Angesichts der tiefen Einschnitte bei VW und der schwierigen Marktlage deutscher Autobauer fordert der VDA von der Politik Reformen zum Schutz des Produktionsstandortes Deutschland.
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Die VW-Krise sei symptomatisch für etwas, auf das man seit Jahren hinweise, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller im ZDF-"Morgenmagazin".
"Die Transformation zur Elektromobilität kostet Arbeitsplätze, weil der Verbrennermotor sehr viel mehr Komponenten hatte. Da ist insbesondere die Zulieferindustrie betroffen", sagte Müller.
Zudem drohe nun wegen der hohen Kosten die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. "Unsere Kostenstruktur hier ist im Vergleich zu anderen Produktionsstandorten schon in Europa oftmals viel zu teuer. Und deshalb braucht es konsequente Reformen", sagte sie.
Müller: "Kostenrucksack" muss reformiert werden
Beim "Kostenrucksack", den man in Deutschland habe, gehe kein Weg an Reformen vorbei - das wisse die Politik auch schon lange, sagte Müller. Man müsse die Frage stellen, ob alles getan worden sei, um etwa mit Blick auf Energie- und Bürokratiekosten, Steuern, Abgaben und Umlagen wettbewerbsfähig zu sein.
Außerdem dürfe man sich nicht ausschließlich auf E-Autos fokussieren. "Es darf nicht nur eine Technologie auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. Und deshalb muss Brüssel da handeln", sagte Müller. Überwiegend werde die Zukunft der Mobilität auch elektrisch sein, nur eben nicht vollständig.
Ergänzend müsse man auch etwa Plug-in-Hybride und Verbrenner mit erneuerbaren Kraftstoffen laufen lassen - dies könnte in Deutschland bis 2035 bis zu 50.000 Arbeitsplätze erhalten, sagte sie.
Kritiker sagen, dass VW und andere deutsche Autobauer den Weg hin zur E-Mobilität - vor allem im Vergleich zum Marktrivalen China - viel zu langsam und zaghaft gegangen seien. "Ich halte das wirklich für falsch. Wir sind das zweitgrößte Produktionsland für Elektromobilität", sagte Müller dazu.
/trs/DP/mis
BERLIN (dpa-AFX)
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