Schwieriges Umfeld

LVMH-Aktie knickt ein: Handelskonflikte belasten Luxuskonzern - Gewinn sinkt


LVMH-Aktie knickt ein: Handelskonflikte belasten Luxuskonzern - Gewinn sinkt

Der Luxusgüterkonzern LVMH hat im vergangenen Geschäftsjahr weniger Umsatz und Gewinn erzielt als im Jahr zuvor.

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Grund war ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld. So sank vor allem in Europa die Nachfrage im zweiten Halbjahr, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Dazu belasteten die Handelskonflikte die Konsumlaune vor allem im Wein- und Spirituosengeschäft in Kernmärkten wie China und den USA. Speziell Cognac ließen Verbraucher in den Regalen stehen.

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Der Umsatz sank 2025 um fünf Prozent auf knapp 81 Milliarden Euro. Dabei spielte auch der starke Euro eine Rolle. Organisch - bereinigt um Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte, sanken die Erlöse um ein Prozent. Im vierten Quartal kam LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton hier auf ein leichtes Plus von ebenfalls einem Prozent. Außer im Wein- und Spirituosengeschäft sank der Umsatz 2025 auch im Mode- und Ledergeschäft.

Das bereinigte operative Ergebnis des Konzerns sank sogar um neun Prozent auf rund 17,8 Milliarden Euro, sowohl im Spirituosen- als auch im Mode- und Ledergeschäft verzeichnete LVMH prozentual zweistellige Ergebnisrückgänge. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 10,9 Milliarden Euro, ein Minus von 13 Prozent. Die Anteilseigner sollen eine Dividende von insgesamt 13 Euro je Aktie erhalten, dabei wurde bereits eine Zwischendividende von 5,50 Euro je Aktie gezahlt.

Für das neue Jahr zeigte sich die LVMH-Spitze "zuversichtlich". Einen konkreten Ausblick gab das Unternehmen nicht.

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LVMH unter Druck - Zahlen belasten Luxussektor

Die Aktien von LVMH gaben am Mittwoch kräftig nach. Zum Handelsschluss fiel der Wert um 7,89 Prozent auf 542,80 Euro. Die Aktie des Luxusgüterherstellers setzte damit die Talfahrt seit Jahresbeginn fort.

Im Vergleich zum Jahresstart hat der Wert rund 100 Euro verloren und so bereits die Hälfte der Gewinne im Rahmen der Erholung des Vorjahres wieder eingebüßt. Auch andere Werte des Sektors wie Kering, die um 5,3 Prozent fielen, standen unter Druck.

Das Zahlenwerk der Franzosen bedeute für die Branche kein Erweckungserlebnis, stellte Analyst James Grzinic von Jefferies fest. Die aktuelle Bewertung des Luxussektors biete für neue Käufer wenig Grund zum Einstieg. Für die Marke Dior habe das Jahr zwar gut begonnen, aber die Nachfrage gestalte sich weiterhin schwankend und von der Währungsseite gebe es negative Impulse.

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Etwas zuversichtlicher äußerte sich Charles-Louis Scotti von Kepler Cheuvreux. Der Analyst bezeichnete LVMH als guten Orientierung für eine zu erwartende Erholung des Sektors. Allerdings habe er seine Erwartungen und das Kursziel wegen höherer Steuern, finanzieller Aufwendungen und negativer Währungseinflüsse leicht gesenkt, ohne allerdings an der Kaufempfehlung zu rütteln.

PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: Tupungato / Shutterstock.com, Tupungato / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
09.07.26 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Neutral JP Morgan Chase & Co.
02.07.26 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Buy UBS AG
02.07.26 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Outperform RBC Capital Markets
29.06.26 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Outperform Bernstein Research
22.06.26 LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Neutral JP Morgan Chase & Co.