Sentimenterhebung: Keine gute Ausgangslage für anhaltenden Aufwärtstrend


Nach der jüngsten Rally werden die DAX-Anleger vorsichtiger, vor allem die Profis. Wie der wöchentlichen Sentimenterhebung der Deutschen Börse zu entnehmen ist, ist der Bullenanteil unter den Institutionellen um 2 Punkte auf 56 Prozent gestiegen, bei den Privaten verringerte sich der Anteil um 1 Punkt auf 60 Prozent. Das Bärenlager der Profis wuchs um 9 Punkte auf 28 Prozent, bei den Privatanleger verkleinerte es sich um 1 Punkt auf 21 Prozent. Damit sind 16 Prozent (-11) der Profis neutral gestimmt und 19 Prozent (+2) der Privatanleger.

Werbung

Sentimentanalyst Joachim Goldberg spricht von Champagnerlaune an den Aktienmärkten. Die Kommentare sähen den Zinsgipfel erreicht. Die hiesigen Investoren reagierten mit gedämpfter Stimmung. Aber nicht, weil sie Gewinne mitgenommen hätten, sondern vor allem mit dem Wechsel von der Seitenlinie auf die Short-Seite. Für Goldberg stellt das weiterhin große Bullenlager eine Belastung dar. Er vermutet, dass die kleinsten Anzeichen neuerlicher Verluste eine Flucht der Bullen auslösen könnte.

Kaum bewegt haben sich die US-Privatanleger. Laut der wöchentlichen Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) ist der Bullenanteil leicht gewachsen auf 43,8 nach 42,6 Prozent in der Vorwoche. Für den Bärenanteil ging es auf 28,1 Prozent von 27,2 Prozent nach oben. Damit sind 28,1 Prozent der US-Privatanleger laut AAII neutral positioniert nach zuvor 30,2 Prozent.

Werbung