Siltronic: Wo sich Risiken verbergen
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Die Siltronic-Aktie hat vom Jahreshoch 2026 um rund ein Viertel korrigiert, sich im volatilen Halbleitermarkt aber achtbar geschlagen. Eine Garantie für steigende Kurse ist das nicht.
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Und täglich grüßt das Murmeltier: Laut Agenturmeldungen könnte US-Präsident Donald Trump schon heute neue Mindestimportpreise für Polysilicium, Wafer, Zellen und Module erheben. Für Siltronic wird es dann spannend: Das Unternehmen ist zwar auf den asiatischen Markt spezialisiert, unterhält aber auch eine Produktionsstätte in den USA zur Belieferung lokaler Kunden. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen rund 10 Prozent der Gesamterlöse auf die USA.
Do it like Wacker?
Ob das Investoren ausreicht, um aus Siltronic einen – nachhaltigen – Profiteur der wohl in Kürze verkündeten neuen US-Zölle zu machen, bleibt offen. Beim ehemaligen Großaktionär Wacker Chemie (aktuell noch rund 24 Prozent) sahen Investoren durchaus Potenzial. Allerdings sind die beiden Fälle nur bedingt miteinander vergleichbar. Wacker besitzt auch Produktionskapazitäten in den USA, gilt aber als einer der weltweit größten Produzenten von Polysilicium außerhalb von China. Die Marktmacht von Siltronic bei Wafern dürfte da nicht ganz mithalten können.
Nur kalter Kaffee?
Der jüngste Rebound nach dem Rücksetzer bis auf rund 68 Euro könnte unterdessen ebendiese Überlegungen bereits eingepreist haben. Denn die Spekulation auf diese neuen Zölle ist jetzt schon ein paar Tage alt. Von daher sollten Anleger die Gefahr von Rückschlägen nicht unterschätzen. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist seit September 2025 aber unverändert intakt. Nach der dynamischen Kursentwicklung im zweiten Quartal 2026, die im Jahreshoch von 105 Euro gipfelte, verläuft der mittelfristige Trend aber um einiges flacher.
Fazit
Im asiatisch-pazifischen Raum fahren die Halbleiterwerte weiter Achterbahn. In der Nacht verlor beispielsweise die südkoreanische SK Hynix rund 10 Prozent an Wert. Da sich bei Siltronic die einstige Unterstützung bei rund 80 Euro zudem als Widerstand erweisen könnte, sind bei schwachen Vorgaben der Technologiebörsen in den USA und Asien Rücksetzer bis auf die Trendlinie nicht auszuschließen. Bei rund 66/67 Euro verläuft aktuell die 200-Tage-Linie, die ebenfalls Potenzial zum Stoppen einer etwaigen Abwärtsbewegung haben könnte. So weit muss es aber nicht kommen: Denn bei positiven Nachrichten aus der Halbleiterbranche dürfte das Papier den Widerstand bei rund 80 Euro schnell wieder angreifen.
Vom Trumpschen Wahnsinn kaum betroffen ist hingegen Daldrup & Söhne. Denn das Unternehmen ist als Bohrdienstleister vor allem in Deutschland aktiv und profitiert hier von langfristigen Trends wie dem Ausbau der Geothermie. Entsprechend verzeichnet D&S einen starken Auftragseingang, der ab 2027 zu einer deutlich höheren Umsatz- und Ertragsdynamik führen sollte: zum Artikel
Eine deutliche Wachstumsbeschleunigung, dies aber bereits im zweiten Halbjahr, ist auch bei NAGA angekündigt. Das könnte auch der Aktie neuen Rückenwind verleihen: zum Artikel
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Erstellung am 06.08.26 um 14:05 Uhr.
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