Singapur schrumpft schwächer als befürchtet
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Wirtschaft des asiatischen Stadtstaats Singapur ist im ersten Quartal deutlich schwächer geschrumpft als befürchtet. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, sei die Wirtschaftsleistung von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet um 4,7 Prozent geschrumpft. Eine vorherige Schätzung hatte ein wesentlich höheres Minus von 10,6 Prozent ergeben.
Die Zahlen könnten einen Hoffnungsschimmer für die gesamte asiatische Region darstellen, die stark von der Corona-Krise heimgesucht wird. Singapur gilt aufgrund seiner wirtschaftlichen Offenheit und seiner regionalen Lage als Drehkreuz und Umschlagplatz für den Warenverkehr. Außerdem ist das Land ein bedeutender Finanzplatz. Einige Fachleute bezeichnen das Land wegen seines Wohlstands auch als "Schweiz Asiens".
Die Regierung des Stadtstaats geht für dieses Jahr jedoch von einem scharfen Konjunktureinbruch aus. Für das Gesamtjahr rechnet sie mit einer Schrumpfung der Wirtschaft um vier bis sieben Prozent. Vor allem die Aussichten für die Exportnachfrage hätten sich eingetrübt. Erst im zweiten Halbjahr wird mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Die Regierung bereitet ein weiteres Konjunkturprogramm vor, das noch am Dienstag vorgestellt werden soll.
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