Solarindustrie fordert staatliche Förderung für Ausbau der Kapazitäten


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesverband Solarwirtschaft hat die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vorgestellten Pläne zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien positiv gewertet. Die Solarindustrie benötige staatliche Förderung, um in Deutschland die anvisierten Ausbauziele zu erreichen und global wettbewerbsfähig zu sein, wie Jörg Ebel, Präsident des Verbands, nach einem Treffen mit Habeck und anderen Akteuren der Energiewende in Berlin erklärte. Es gebe einen enormen Nachholbedarf.

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In der Welt habe ein beispielsloses Rennen um die Solarenergie begonnen, bei der die global Nachfrage nach Solartechniken explodiere und ein harter internationaler Wettbewerb um die Produktionsstandorte künftiger Solarfabriken entbrannt sei. "Aus Gründen der Resilienz und geopolitischer Einsicht ist es jetzt dringend geboten, sehr schnell das bei der Fertigung von Solarkomponenten verlorene Terrain zurückzugewinnen", sagte Ebel. Deutschland wolle innerhalb von nur zehn Jahren den Anteil von Photovoltaik an der Stromerzeugung auf 30 Prozent verdreifachen.

"Wir sollten uns nicht alleine auf Importe verlassen. Wir brauchen vielmehr den Ausbau, den Aufbau einer starken Solarindustrie in Europa, einer sicheren industriellen Grundversorgung und zwar entlang der gesamten solartechnischen Wertschöpfungskette", sagte Ebel. "Der immense Nachholbedarf...lässt sich nur aufholen, wenn wir jetzt schnell für attraktive Investitionsbedingungen sorgen."

Nötig seien eine weitere Stärkung des Heimatmarktes, eine Kapitalausstattung beim Hochlauf der Industrie in Form von vorübergehenden Förderung von Investitionsausgaben (CAPEX) und von Betriebskostenförderung (OPEX), wie sie auch Habeck vorgeschlagen hatte, sowie während des Hochlaufs gezielte Unterstützung des Produktabsatzes. Dabei sollten aber Importe nicht erschwert werden, da diese insgesamt für den Zubau von erneuerbaren Energien benötigt würden. Die deutsche Solarindustrie solle ein starker Akteur am Weltmarkt werden, ohne dass sich Deutschland von diesem Weltmarkt abschottet, so Ebel.

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Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/cbr

(END) Dow Jones Newswires

February 21, 2023 10:28 ET (15:28 GMT)

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