Spekulationen zurückgewiesen

Bayer-Aktie freundlich: Bayer-Gesamtbetriebsrat weist Spekulationen zurück - keine Aufspaltung


Bayer-Aktie freundlich: Bayer-Gesamtbetriebsrat weist Spekulationen zurück - keine Aufspaltung

Der Chef des Gesamtbetriebsrats von Bayer, Oliver Zühlke, hat Spekulationen um eine mögliche Aufspaltung des Pharma- und Agrarchemiekonzerns zurückgewiesen.

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"Bayer bleibt ein integrierter Konzern mit drei Divisionen, die Strategie wird nicht verändert", sagte Zühlke der Rheinischen Post. Dazu habe sich der Vorstand im "Zukunftskonzept Deutschland" bekannt, das der Belegschaft am Morgen vorgestellt worden sei.

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Zühlke zufolge sollen laut dem Konzept die deutschen Standorte gestärkt werden und die Beschäftigung ab 2025 wieder nachhaltig wachsen. "Bayer investiert seit Jahren im Ausland, da stellte sich die Frage: Welche Perspektiven gibt es überhaupt für die deutschen Standorte?"

Ein Ende des 2018 angekündigten Abbaus von 12.000 Stellen - davon 4.500 in Deutschland - ist unterdessen in Sicht. "Die Programme sind abgeschlossen und in das 2020 angekündigte Transformationsprogramm übergegangen", sagte Zühlke. Nach einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Unternehmen werde ein "Großteil der Einsparungen bis 2024 durch Sachkostenreduzierungen erreicht", so Zühlke.

Bayer plant Milliardeninvestitionen in Deutschland

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern plant in den kommenden Jahren Milliardeninvestitionen in Deutschland. So sollen an den Pharma-Produktionsstandorten in Bergkamen, Berlin, Leverkusen, Weimar und Wuppertal mehr als 1,4 Milliarden Euro in Technologien, neue Produktionsanlagen und Digitalisierung fließen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Investitionszusagen sind Bestandteil einer von Vorstand und Arbeitnehmervertretung geschlossenen Gesamtbetriebsvereinbarung.
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Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Oliver Zühlke betonte: "Das Zukunftskonzept markiert eine Trendwende und rückt den Heimatstandort Deutschland wieder stärker in den Fokus - mit substanziellen Zusagen zur Weiterentwicklung der deutschen Standorte und Investitionen in Zukunftstechnologien und damit in Zukunftsarbeitsplätze." Es schaffe die Basis für nachhaltiges Beschäftigungswachstum ab 2025, betonte das Unternehmen.

Die Pflanzenschutzsparte Crop Sciene plant demnach bis 2026 an ihren Standorten in Dormagen, Frankfurt und Knapsack bei Köln überdies Investitionen von rund 385 Millionen Euro. Fast 300 Millionen Euro sollen gleichzeitig in Sachinvestitionen an den Standorten Frankfurt und Monheim fließen.

Das Zukunftskonzept sieht vor, dass in der Pharmasparte der Großteil der Belegschaft in der Forschung und Entwicklung weiter in Deutschland beheimatet sein soll. Ein signifikanter Teil der bis 2025 geplanten Neueinstellungen soll hier erfolgen. Im Mittelpunkt stünden Wachstumsfelder wie Biotechnologie und Data Science. Im Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln soll Deutschland zum europäischen Drehkreuz im Bereich E-Commerce werden.

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"Die vereinbarten Investitionen sind zentral zur Neuausrichtung und langfristigen Sicherung der Standorte in Deutschland", betonte die Bayer-Managerin Elke Bartl.

Die Bayer-Aktie legt via XETRA zeitweise um 0,93 Prozent auf 54,50 Euro zu.

FRANKFURT (Dow Jones) / LEVERKUSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Lukassek / Shutterstock.com, Arseniy Krasnevsky / Shutterstock

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