Spionageaffäre: Rom weist zwei russische Diplomaten aus


ROM (dpa-AFX) - In Zusammenhang mit einer Spionageaffäre hat Italien zwei Diplomaten der russischen Botschaft des Landes verwiesen. Auf Beschluss der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni müssen die beiden Militär-Attachés Italien binnen drei Tagen verlassen. Zu Beginn der Woche waren zwei ehemalige italienische Geheimdienstler festgenommen worden, die die Russen gegen Bezahlung mit geheimen Informationen versorgt haben sollen. Gegen vier weitere Italiener - alles Angehörige des Militärs - wird ermittelt.

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Italiens Außenminister Antonio Tajani begründete die Ausweisungen am Donnerstag damit, dass Moskau mit "hybriden Waffen" den Westen und Italien angreife. Er bezeichnete dies als "schwerwiegende und inakzeptable Einmischung in die italienischen Institutionen und die nationale Sicherheit". Das russische Außenministerium kündigte unverzüglich eine "entsprechende Antwort" an. In der Regel reagiert Moskau auf Ausweisungen seiner Diplomaten mit der Abschiebung von Botschaftsangehörigen des entsprechenden Landes.

Italien gehört in Europa zu den zuverlässigen Unterstützern der Ukraine bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs. Beim Nato-Gipfel in der Türkei hatte Meloni soeben bekräftigt, an dieser Haltung nichts ändern zu wollen. Die mutmaßliche Spionagetätigkeit der italienischen Ex-Geheimdienstler - zwei Männer im Alter von 59 Jahren, von denen einer auch an der Nato-Schule im bayerischen Oberammergau tätig war - soll bereits seit mindestens vergangenem Jahr gedauert haben./cs/DP/mis

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