Statistiker legen Daten zu Konjunktur und Staatsfinanzen vor


WIESBADEN (dpa-AFX) - Vorläufigen Zahlen zufolge ist die deutsche Wirtschaft auch im zweiten Quartal gewachsen - trotz aller Krisen. Ein Plus von 0,2 Prozent zum Vorquartal errechnete das Statistische Bundesamt für April bis Juni auf vorläufiger Basis. An diesem Dienstag (8.00 Uhr) veröffentlicht die Wiesbadener Behörde Details zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Frühjahr.

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Den ersten Angaben zufolge legten die Exporte zu, während sich Verbraucher mit Ausgaben zurückhielten. Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Energiepreise nach oben getrieben, der Tankrabatt der Bundesregierung sorgte vorübergehend für etwas Erleichterung zumindest an der Tankstelle.

Das Bundesamt informiert zudem über die Einnahmen und Ausgaben des Staates im ersten Halbjahr. Im Gesamtjahr 2025 hatten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung gut 119 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Minus bei 2,7 Prozent.

Damit bewegt sich Deutschland im Rahmen europäischer Vorgaben: Der europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt erlaubt den EU-Staaten ein Haushaltsdefizit von höchstens drei Prozent und eine Gesamtverschuldung von maximal 60 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts./ben/als/DP/stw

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