Studie: Bauern müssen für Tierwohl Milliarden in Ställe stecken


BERLIN (dpa-AFX) - Für den angestrebten Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland müssten die Bauern einer Studie zufolge bis 2040 hohe Summen in ihre Ställe investieren. "Wir haben über alle Szenarien hinweg berechnet, dass das ungefähr drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr kosten wird", sagte der Leiter des bundeseigenen Thünen-Instituts, Folkhard Isermeyer, am Montag in Berlin. Dieses Geld müsse für eine Investitionsförderung und eine Tierwohlprämie für die Landwirte aufgebracht werden. "Wenn man es umrechnet auf eine Mahlzeit pro Tag, sind es fünf Cent pro Mahlzeit", sagte Isermeyer.

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Bundesagrarministerin Julia Klöckner hält es nach eigenen Worten für machbar, entweder die Mehrwertsteuer für tierische Produkte zu erhöhen oder eine Tierwohlabgabe einzuführen. "Es gibt kein Recht auf Billigstfleisch", sagte die CDU-Politikerin. Fleisch werde aber auch kein Luxusprodukt für Reiche werden. Sie glaube, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher bereit seien, Mehrkosten zu tragen. Klöckner will den Bauern auch Verträge mit der Regierung ermöglichen, die ihre Investitionen absichern.

Eine Kommission unter Leitung des früheren Ressortchefs Joachim Borchert hatte im vergangenen Jahr Empfehlungen vorgelegt, wie die Tierhaltung in den kommenden Jahren verbessert werden kann. Das Thünen-Institut legte nun im Auftrag des Ministeriums eine Folgenabschätzung vor.

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