Tarifgespräche bei insolventer Kaufhauskette Galeria gehen weiter


FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der insolventen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gehen die Tarifverhandlungen weiter. Vertreter der Gewerkschaft Verdi und der Geschäftsleitung treffen sich an diesem Mittwoch erneut in der Filiale an der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil. Es geht um die rund 17 400 verbliebenen Beschäftigten des insolventen Warenhauskonzerns, der in Eigenverwaltung ums Überleben kämpft.

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Weiterhin unklar ist, wie viele der 129 Filialen erhalten oder verkauft werden und wie viele Häuser endgültig geschlossen werden. Verdi verlangt genauere Informationen zur Strategie und fordert für die Beschäftigten die Rückkehr zum Flächentarifvertrag des Einzelhandels. Die Beschäftigten hatten bereits nach der ersten Insolvenz im Jahr 2020 in einem Sanierungs-Tarifvertrag auf Gehalt verzichtet. Laut Verdi will Galeria weiterhin nur die abgesenkten Gehälter zahlen. Das Unternehmen hatte nach der ersten Runde mitgeteilt, dass die Forderungen nicht mit dem Insolvenzplan in Einklang zu bringen seien.

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund statt, dass bei dem insolventen Warenhauskonzern in Eigenverwaltung weitere tiefe Einschnitte bevorstehen. Das Amtsgericht Essen hatte zu Monatsbeginn ein erneutes Insolvenzverfahren für den staatlich gestützten Handelsriesen eröffnet. Galeria hat dem Gericht einen Insolvenzplan mit Details zum Sanierungskonzept vorgelegt./ceb/DP/nas

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