TRATON: MAN Truck & Bus beantragt am Montag Kurzarbeit für deutsche Werke
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Marken der Volkswagen-Tochter Traton schließen als Reaktion auf die Corona-Pandemie vorübergehend mehrere Werke in Europa und beantragen für die deutschen Werke Kurzarbeit. Andreas Renschler, Traton-Chef und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, erklärte, durch die Coronavirus-Ausbreitung werde die Versorgung der Werke mit Zulieferteilen immer schwieriger. Zudem wolle man die Gesundheit der Mitarbeiter schützen und fahre die Produktion deshalb deutlich zurück beziehungsweise stelle sie vorübergehend ein. Der Konzern versuche aber für die Kunden den Service und die Ersatzteilversorgung aufrechtzuerhalten.
Renschler sagte weiter, Traton habe als einer der größten Nutzfahrzeughersteller Europas in der gegenwärtigen Lage eine besondere Verantwortung. Er verwies darauf, dass nun der Lieferverkehr auf der Straße unterstützt und die Zustellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten sichergestellt werden müsse.
Ab kommenden Mittwoch werde bei Scania Vehicles & Services wegen Störungen in der Lieferanten- und Logistikkette die Produktion in allen europäischen Werken ruhen. Die Servicewerkstätten und Ersatzteilzentren sollen ihren Betrieb allerdings fortführen. Derzeit geht Scania von einer zweiwöchigen Produktionsunterbrechung aus, die Mitarbeiter in Schweden, den Niederlanden und Frankreich betreffen werden. MAN Truck & Bus werde ab kommenden Montag für einen Großteil der Beschäftigten an den produzierenden deutschen Standorten Kurzarbeit beantragen. Am Standort München werde die Produktion am heutigen Donnerstag gestoppt. Die Fertigung an den anderen Standorte soll individuell heruntergefahren werden.
Angestellte in der Verwaltung, die nicht von Kurzarbeit betroffen seien, sollten bestehende flexible Arbeitszeitregelungen in Anspruch nehmen und möglichst von zu Hause aus arbeiten, so der Konzern weiter. In den Werken außerhalb Deutschlands werde MAN die Produktion ebenfalls zurückfahren. Nicht unterbrochen werde aber die Fertigung der Traton-Marken in Lateinamerika und bei Volkswagen Caminhões e Ônibus laufe die Produktion weiter. Die Stabilität der Lieferkette wird laut Traton hier permanent überwacht. Scanias Fertigung in Lateinamerika, die etwa ein Fünftel des Produktionsvolumens ausmacht, werde derzeit ebenfalls wie geplant fortgesetzt.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/cbr/jhe
(END) Dow Jones Newswires
March 19, 2020 08:50 ET (12:50 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
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| 28.10.15 | MAN Hold | Deutsche Bank AG |