Trüber Ausblick

ProSieben-Aktie gibt deutlich nach: ProSiebenSat.1 behält nach Umsatzrückgang gesenkte Jahresprognose bei - will Sky Deutschland nicht kaufen


ProSieben-Aktie gibt deutlich nach: ProSiebenSat.1 behält nach Umsatzrückgang gesenkte Jahresprognose bei - will Sky Deutschland nicht kaufen

Das in erster Linie von Werbeeinnahmen abhängige Entertainment-Segment war im dritten Quartal für den deutlichen Umsatzrückgang der ProSiebenSat.1 Media SE verantwortlich.

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Das geht aus den vollständigen Zahlen zum dritten Quartal des Konzerns hervor, der zugleich seine Ende Oktober gesenkte Jahresprognose mit einem trüben Ausblick auf die Werbeerlöse des saisonal wichtigen vierten Quartals bestätigte.

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Der Umsatz sank im größten Segment Entertainment, das das lineare Fernsehen beinhaltet, um 15 Prozent auf 621 Millionen Euro. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte wie den Verkauf des US-Produktionsgeschäfts, betrug das Minus 9 Prozent. Hauptgrund war der Einbruch der Werbeerlöse, die um 10 Prozent sanken.

Im Segment Commerce & Ventures, in dem der Konzern Portale und Online-Shops wie Verivox und Flaconi bündelt, sank der Umsatz organisch um 8 Prozent auf 170 Millionen Euro. Im Bereich Dating & Video mit seinen Dating-Portalen lag der Umsatz bei stabilen 129 Millionen Euro.

Der Konzernumsatz sackte um 13 Prozent auf 921 Millionen Euro ab, wie ProSieben bereits mitgeteilt hatte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) - die zentrale operative Kennziffer des Konzerns - ging um über ein Viertel auf 118 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Nettoergebnis, das maßgeblich für die Dividende ist, sank ebenfalls um ein gutes Viertel auf 43 Millionen Euro.

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Im Gesamtjahr erwartet ProSieben einen Umsatz von rund 4,15 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von um die 650 Millionen Euro. Darin enthalten sind zwei gegenläufige Effekte: Das Ergebnis wird belastet durch die vollständige Übernahme der Streaming-Plattform Joyn, während positive Auswirkungen durch Kostenmaßnahmen erwartet werden. Im Vorjahr hatte ProSieben einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro und ein EBITDA von 840 Millionen Euro eingefahren.

Die hochmargigen Werbeerlöse sieht ProSieben im vierten Quartal rund 17 Prozent unter dem Vergleichszeitraum und im Gesamtjahr rund 7 Prozent unter Vorjahr. Nicht nur das Segment Entertainment, sondern auch der Bereich Commerce & Ventures ist davon betroffen.

Mittel- und langfristig hält ProSieben an dem Ziel fest, den Umsatz im Schnitt um 4 bis 5 Prozent im Jahr zu steigern.

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Der Konzern hat jüngst seinen Chef ausgetauscht. Anfang November hat der frühere RTL-Manager Bert Habets das Ruder als Vorstandsvorsitzender übernommen.

Prosiebensat1 will Sky Deutschland nicht kaufen

Die Prosiebensat1 Media SE will den Bezahlsender Sky Deutschland nicht übernehmen. "Wir sind kein Käufer von Sky Deutschland", sagte Prosieben-Finanzvorstand Ralf Gierig der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte vergangene Woche aus Kreisen berichtet, dass Prosieben einen Kauf von Sky prüft.

"Wir sind fokussiert auf lineares Free-TV und unseren digitalen Footprint", so Gierig weiter. Sky hingegen sei im Bezahlbereich unterwegs. Sky Deutschland gehört zum US-Konzern Comcast.

Anleger nehemen bei ProSiebenSat.1 Gewinne mit

Auf XETRA geht es für das Papier von ProSiebenSat.1 am Dienstag zeitweise um 2,20 Prozent nach unten auf 8,45 Euro.

Überraschungen habe es kaum mehr gegeben, konstatierte Analystin Lisa Yang von Goldman Sachs und blieb bei ihrer Verkaufsempfehlung für die Titel des Medienkonzerns.

Ohne neue positive Nachrichten strichen die Anleger nach der Kurserholung von einem Drittel seit Ende Oktober nun Gewinne ein.

FRANKFURT (Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: Jan Pitman/Getty Images, Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

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DatumRatingAnalyst
14.05.26 ProSiebenSat1 Media SE Equal Weight Barclays Capital
13.05.26 ProSiebenSat1 Media SE Underperform Bernstein Research
20.04.26 ProSiebenSat1 Media SE Hold Deutsche Bank AG
02.04.26 ProSiebenSat1 Media SE Halten DZ BANK
31.03.26 ProSiebenSat1 Media SE Market-Perform Bernstein Research