Tusk hält trotz Streit an Zusammenarbeit mit Ukraine fest


WARSCHAU (dpa-AFX) - Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat den Wert der kommenden Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine auch nach der Absage von Co-Gastgeber Wolodymyr Selenskyj betont. "Der Aufbau guter Beziehungen ist nicht nur ein Ausdruck von Anstand in schwierigen Zeiten, in Kriegszeiten, sondern er lohnt sich auch", sagte Tusk der Nachrichtenagentur PAP zufolge in Warschau. In diesem Sinne sei die Konferenz mit der Ukraine vorbereitet worden, und so werde sie am Donnerstag und Freitag in Danzig (Gdansk) stattfinden. Es gehe um etwa 200 Verträge und Hunderte Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg.

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Zwischen der Ukraine und Polen schwelt ein Streit, der sich an einem Geschichtsthema entzündet hat, aber über die Wochen immer heftiger und politischer geworden ist. Der ukrainische Präsident Selenskyj lässt sich deshalb in Danzig durch Regierungschefin Julia Swyrydenko vertreten.

Tusks Stellvertreter Wladyslaw Kosiniak-Kamysz kritisierte die Absage Selenskyjs. "Er sollte bei dieser Konferenz anwesend sein, da er Mitorganisator und Mitveranstalter ist", sagte der polnische Verteidigungsminister. Aber auch er bekräftigte, alles zu tun, um Schaden vom polnisch-ukrainischen Verhältnis abzuwenden und die Konferenz für Polen zu einem Erfolg zu machen./fko/DP/stw

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