ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Deutsche HVPI-Inflation im April niedriger als erwartet

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im April weniger stark als erwartet zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und lag um 2,9 (März: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von 0,8 und 3,1 Prozent prognostiziert. Der nationale Verbraucherpreisindex erhöhte sich um 0,6 Prozent auf Monats- und 2,9 (2,7) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden waren Raten von 0,6 und 2,9 Prozent.

Commerzbank: Deutsche Inflation dürfte weiter steigen

Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen erwartet nach dem Anstieg der deutschen Inflationsrate im April, dass der Inflationsdruck im weiteren Jahresverlauf nicht abnehmen wird. Zwar würde der von ihm erwartete Rückgang der Öl- und Gaspreise für einen Rückgang der Teuerung sprechen, doch werden nach seiner Erwartung bald die ersten indirekten Effekte der teureren Energie sichtbar werden, wie er in einem Kommentar schreibt. "So haben bei der Ifo-Umfrage zuletzt deutlich mehr Unternehmen angegeben, dass sie ihre Verkaufspreise in den kommenden drei Monaten wohl anheben werden. Dies gilt insbesondere auch für 'konsumnahe' Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen direkt an die privaten Haushalte gehen", argumentiert er.

Barclays sieht Euroraum-Teuerung bei 3,0 Prozent

Die Inflation im Euroraum ist nach aktueller Berechnung von Barclays im April leicht niedriger gewesen als von den Volkswirten selbst prognostiziert. Nach Veröffentlichung von deutschen und spanischen Verbraucherpreisdaten und auf Basis der eigenen Prognosen für Frankreich und Italien sehen die Ökonomen die Teuerung nun bei 2,97 Prozent statt bei bisher erwarteten 3,05 Prozent, wie sie in einem Kommentar schreiben. Die von Dow Jones Newswires erhobene Konsensprognose lautet auf 2,9 Prozent.

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Stimmungsdaten aus der Eurozone zementieren Stagflationssorgen

Die Daten zur Geschäfts- und Verbraucherstimmung in der Eurozone bestärken die Befürchtungen, dass dem Block eine Stagflation bevorstehen könnte, schreibt der Ökonom Iain Simmons von Oxford Economics in einer Research Note. Der Gesamtstimmungsindikator ist im April von 96,2 im März auf 93,0 gefallen und hat damit seinen niedrigsten Stand seit der Pandemie erreicht. Die Zahlen auf Sektor- und Länderebene deuten auf einen breit angelegten Stimmungsrückgang hin, meint Simmons. "Die Beschäftigungserwartungen zeichneten ein noch düstereres Bild, wobei der monatliche Rückgang nur mit den während der Pandemie und der globalen Finanzkrise beobachteten vergleichbar war."

US-Aufträge für langlebige Güter steigen im März

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im März gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Der Rückgang im Vormonat wurde auf 1,2 (vorläufig: 1,3) Prozent revidiert.

Kevin Warsh nimmt Hürde im US-Senatsausschuss

Der Bankenausschuss des US-Senats hat die Nominierung von Kevin Warsh für den Vorsitz der Federal Reserve gebilligt und damit den Weg für Warshs voraussichtliche Bestätigung durch den gesamten Senat geebnet. Die Abstimmung im Ausschuss verlief entlang der Parteigrenzen. Alle 13 Republikaner im Ausschuss unterstützten Warshs Nominierung, während alle 11 Demokraten sie ablehnten.

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Bank of Canada belässt Leitzins unverändert

Die Bank of Canada (BoC) hat ihren Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent belassen und signalisiert, dass der Zinssatz nahe diesem Niveau bleiben könnte, solange sich die Wirtschaft wie prognostiziert entwickelt. Die vierteljährliche Prognose der Zentralbank geht davon aus, dass die Inflation im April ihren Höchststand bei rund 3 Prozent erreichen wird, und nimmt an, dass die Rohölpreise bis Mitte 2027 auf 75 Dollar pro Barrel fallen werden.

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

April 29, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)

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