ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Fed/Waller bereit zu Zinserhöhungen, wenn Preisdruck hoch bleibt

Fed-Gouverneur Christopher Waller ist der Ansicht, dass eine Zinserhöhung in Betracht gezogen werden sollte, falls die Inflationsdaten dieser Woche einen anhaltend hohen Preisdruck zeigen. Waller gab mit dieser Äußerung sein bisher deutlichstes Signal dafür, dass er eine Zinserhöhung in diesem Sommer unterstützen könnte. Der Notenbankgouverneur verwies auf den Anstieg der "Kerninflation", bei der die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie unberücksichtigt bleiben. Er betonte insbesondere, dass dieser Anstieg bereits vor dem durch den Iran-Krieg ausgelösten Ölpreis-Sprung im März dieses Jahres eingesetzt habe.

Trump: Setzen US-Blockade gegen den Iran wieder in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die US-Blockade für die iranische Schifffahrt wieder einzuführen. Damit eskaliert der Machtkampf um die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus. Trump behauptete, dass die Meerenge unter amerikanischem Schutz weiterhin geöffnet bleibe, und sagte, die USA würden 20 Prozent des Wertes jeder Ladung als Entschädigung für ihre Kosten verlangen. Er führte nicht näher aus, wie das umgesetzt werden soll, sagte aber, dass die entsprechenden Verfahren umgehend ausgearbeitet würden. "Die USA werden von diesem Zeitpunkt an als 'DER WÄCHTER DER STRASSE VON HORMUS' bekannt sein", sagte der Präsident.

Bethmann HAL: EZB hebt Leitzins im September an

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL, in der nächsten Woche beschließen, den Leitzins bei 2,25 Prozent zu belassen. Krüger erwartet allerdings, dass er den Zins im September um weitere 25 Basispunkte anheben wird, weil es Anzeichen für eine Verbreiterung des Preisdrucks gebe. Krüger verweist auf die in der vergangenen Woche veröffentlichten detaillierten deutschen Verbraucherpreisdaten, die einen zunehmenden Preisdruck in bestimmten Güterpreiskategorien gezeigt hätten.

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Indiens Handelsdefizit hat sich im Juni ausgeweitet

Indiens Handelsdefizit hat sich im Juni ausgeweitet, während die Regierung ein Handelsabkommen mit den USA anstrebt, das den Marktzugang des Landes erweitern und Zollschranken abbauen soll. Das Warenhandelsdefizit des Landes - die Lücke zwischen Importen und Exporten - lag im vergangenen Monat bei 30,43 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 19,10 Milliarden Dollar im Vorjahr und 28,21 Milliarden Dollar im Mai. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten Daten des indischen Handels- und Industrieministeriums hervor.

Opec senkt Prognose für Ölnachfrage weiter

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage für dieses Jahr weiter gesenkt. Erneute Kämpfe zwischen den USA und Iran bedrohen wieder einmal die Rohölströme und eine Erholung der Produktion am Golf. Die Gruppe erwartet nun, dass die weltweite Ölnachfrage um 780.000 Barrel pro Tag wachsen wird. Zuvor war sie von 970.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Das Nachfragewachstum im nächsten Jahr wird bei 1,94 Millionen Barrel pro Tag gesehen. Dies ist ein Anstieg gegenüber einer früheren Schätzung von 1,73 Millionen Barrel pro Tag. Die Prognosen der Opec bleiben weitaus optimistischer als die anderer Prognostiker. Diese erwarten, dass der Konflikt den Kraftstoffverbrauch stärker belasten wird.

EU plant schärfere Social-Media-Regeln für Minderjährige nach dem Sommer

Die Europäische Union arbeitet daran, den Zugang von Minderjährigen zu sozialen Medien einzuschränken. Ein entsprechender Vorschlag wird voraussichtlich nach dem Sommer vorgelegt, da immer mehr Länder dazu übergehen, die Nutzung dieser Plattformen durch junge Menschen zu beschränken. "Es ist ganz klar, dass wir altersgerechte Einschränkungen für Plattformen brauchen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag. "Die Frage ist nicht mehr, ob Kinder online Risiken ausgesetzt sind, sondern was wir tun können, um Kindern einen sichereren Online-Start zu ermöglichen", sagte sie. Dies könnte dazu führen, dass Kinder unter 13 Jahren strengeren Beschränkungen unterliegen, welche sozialen Medien sie nutzen dürfen und wie viel Zeit sie auf diesen Plattformen verbringen können.

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DJG/DJN/apo/sha

(END) Dow Jones Newswires

July 13, 2026 13:05 ET (17:05 GMT)

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