ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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US-Inflation sinkt im Juni auf 3,5 Prozent

Der Inflationsdruck in den USA hat im Juni spürbar nachgelassen, wozu eine Deeskalation am Persischen Golf beitrug. Inzwischen ist der Waffenstillstand allerdings zusammengebrochen und die Kämpfe flammten wieder auf. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, sanken die Verbraucherpreise im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,5 (Vormonat: 4,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisrückgang von 0,2 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,8 Prozent gerechnet.

US-Realeinkommen steigen im Juni

Die Realeinkommen in den USA sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im Mai ein Rückgang um 0,2 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im Juni saison- und inflationsbereinigt 388,21 US-Dollar nach 385,23 Dollar im Vormonat.

Warsh: Fed hat "keine Toleranz" für erhöhte Inflation

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh wird den Kongressmitgliedern am Dienstag versichern, dass die Federal Reserve die Inflation senken wird. Die Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) hätten "keine Toleranz für eine anhaltend erhöhte Inflation", heißt es in seiner vorbereiteten Rede vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Die Anhörung und die Rede sollen um 16.00 Uhr (MESZ) beginnen. Das Versprechen erfolgt zwei Wochen vor der Fed-Sitzung im Juli, bei der einige Kollegen auf eine Zinserhöhung drängen dürften. Warsh gab keinen Hinweis darauf, ob die Fed bei diesem Treffen die Zinsen anheben oder unverändert lassen wird - ganz im Sinne seiner erklärten Ansicht, dass die Notenbank ihren nächsten Schritt nicht im Voraus ankündigen sollte.

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Märkte preisen geringere Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinsanhebung im Juli ein

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed in diesem Monat ist nach einer schwächer als erwartet ausgefallenen Inflation im Juni laut dem FedWatch-Tool der CME auf 17 Prozent gesunken. Am Vortag hatte sie noch bei 42 Prozent gelegen. Die Verbraucherpreise für Juni zeigen einen monatlichen Rückgang von 0,4 Prozent und einen Anstieg von 3,5 Prozent auf 12-Monats-Sicht, was darauf hindeutet, dass die Preise schwächer ausfielen als von Ökonomen prognostiziert. Selbst ohne den starken Rückgang der Ölpreise im letzten Monat waren die Inflationszahlen besser als erwartet.

Trump macht Rückzieher bei 20%-Gebühr für Passage durch Straße von Hormus

Die Iran-Strategie von US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag eine abrupte Kehrtwende vollzogen. Trump kündigte an, von Handelsschiffen, die die Straße von Hormus passieren, für den Schutz der USA doch keine Gebühr in Höhe von 20 Prozent des Wertes der transportierten Fracht zu erheben. Am Vortag hatte der US-Präsident die USA zum "Wächter" der Meerenge erklärt. "Aufgrund äußerst fruchtbarer Gespräche mit führenden Politikern aus dem Nahen Osten habe ich beschlossen, die 20-prozentige Erstattungsgebühr der Vereinigten Staaten durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden", schriebt Trump am Dienstag in einem Beitrag auf Truth Social. Bei einer Rede im Weißen Haus während eines Treffens mit dem irakischen Ministerpräsidenten sagte Trump, er sei von "verschiedenen Leuten, verschiedenen Ländern" angerufen worden, die über Investitionen in den USA im Gegenzug dafür gesprochen hätten, die geplanten Mautgebühren für Schiffe in der Meerenge nicht einzuführen.

US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste Woche Juli +8,2% gg Vorjahr

DJG/DJN/apo/sha

(END) Dow Jones Newswires

July 14, 2026 14:00 ET (18:00 GMT)

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