ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Geschäftsaktivität in Chicago im Juli leicht gestiegen

Die Geschäftsaktivität im Raum Chicago hat sich in diesem Monat leicht ausgeweitet, wie aus einer am Freitag veröffentlichten monatlichen Umfrage hervorging. Das von MNI Indicators erstellte Chicago Business Barometer stieg im Juli auf 57,6 Punkte, nach 56,7 im Vormonat. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 55,7 erwartet. Ein Wert von über 50 deutet auf eine Expansion der Aktivität hin.

US-Arbeitskosten steigen im zweiten Quartal

Die Arbeitskosten in den USA sind im zweiten Quartal 2026 gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Arbeitskosten um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Volkswirte eine Zunahme um 0,8 Prozent vorhergesagt hatten. Im ersten Quartal hatte der Anstieg 0,9 Prozent betragen. Auf Jahressicht lagen die Arbeitskosten im zweiten Quartal um 3,4 Prozent höher.

EZB-Zinserhöhung im September wahrscheinlicher - Inflationsrisiken gestiegen

Die Inflation in der Eurozone bleibe mit erheblichen zukünftigen Risiken über dem Zielwert, meint Iain Simmons von Oxford Economics. Die Gesamtinflation ist im Juli angesichts hoher Energiepreise infolge der Eskalation im Nahen Osten um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent gestiegen. Seit dem Scheitern des Waffenstillstands im Iran sei das Risiko weitreichenderer Inflationseffekte erheblich gestiegen, was die Argumente für eine Zinserhöhung im September stärke, meint er. "Die Inflation bleibt über dem Zielwert, und die positive BIP-Überraschung vom Vortag deutet darauf hin, dass die Wirtschaft der Eurozone eine straffere Geldpolitik möglicherweise leichter verkraften kann als bisher angenommen." Dennoch zeigten die Inflationsdaten eine relativ verhaltene Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten, und Zweitrundeneffekte bei den Löhnen dürften sich im weiteren Jahresverlauf in Grenzen halten, meint Simmons.

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Zinserhöhung der BoE wird auf kurze Sicht unwahrscheinlicher

Die Bank of England hat angedeutet, dass die Hürde für eine baldige Zinserhöhung hoch ist, wie Bruna Skarica und Fabio Bassanin von Morgan Stanley in einer Research Note schreiben. Bei der Zinsentscheidung am Donnerstag habe die BoE mitgeteilt, dass es bisher kaum Anzeichen für Zweitrundeneffekte der Inflation gebe. Dennoch könnte die BoE zu Zinserhöhungen gedrängt werden, falls die Energiekosten über einen längeren Zeitraum hoch bleiben, meinen Skarica und Bassanin. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 28 Prozent für eine Zinserhöhung der BoE im September ein und rechnen bis Ende 2026 fest mit einer Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

DJG/DJN/apo/cbr

(END) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 12:58 ET (16:58 GMT)

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