ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Werbung

Brorhilker: Deutschland muss sich effizienter gegen CumEx-Steuerbetrug aufstellen

Deutschland sollte sich angesichts klammer Kassen strukturell schlagkräftiger gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche aufstellen, wodurch dem deutschen Staat geschätzt jeweils mehr 100 Milliarden Euro entgehen - pro Jahr. Besser wäre das Geld in der Staatskasse aufgehoben, sagte Anne Brorhilker, ehemalige Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Köln für CumEx-Ermittlungen. Seit Mitte 2024 ist Brorhilker Co-Geschäftsführerin bei der Bürgerbewegung Finanzwende und leitet dort den Bereich Finanzkriminalität. Brorhilker sprach beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Sie forderte eine schlagkräftige Neuorganisation auf Bundesebene.

Einigung zwischen USA und Iran könnte in nächsten Wochen kommen

Die kommenden Wochen könnten ein günstiger Zeitpunkt für eine Einigung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sein, schreibt Mohit Kumar von Jefferies in einer Research Note. "Wir sind optimistisch," so der globale Ökonom. Höhere Ölpreise schadeten dem US-Verbraucher, während die Blockade die Öleinnahmen für den Iran habe versiegen lassen. Beide Seiten wollten die derzeitige Pattsituation beenden, jedoch auf eine Weise, die es beiden Seiten erlaube, den Sieg für sich zu beanspruchen, sagt Kumar. Da der Gipfel zwischen Trump und Xi nun abgeschlossen sei, habe sich "ein Weg für eine Art von Abkommen aufgetan".

Internationalisierung des Yuan - "Goldenes Fenster" öffnet sich wahrscheinlich

Für die Internationalisierung des chinesischen Yuan könnte sich ein potenzielles goldenes Fenster auftun, schreiben die Analysten von Citi in einer Research Note. Sie verweisen auf geopolitische Verschiebungen und steigende globale Yuan-Zahlungen. Die Abwicklung von Waren- und Rohstoffgeschäften in Yuan habe stark zugenommen und sich inmitten des Konflikts im Nahen Osten beschleunigt. Der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Offenheit für Yuan-Transaktionen signalisiert. Eine breitere Nutzung des "Petroyuan" könnte diesen Trend weiter beschleunigen, da China ein dominanter Rohölkäufer sei. Höhere auf Yuan lautende Öleinnahmen würden die chinesischen Warenexporte und Investitionen in Yuan-Anlagen, wie zum Beispiel Offshore-Anleihen, fördern.

Werbung

Wahrscheinlichkeit einer BoJ-Zinserhöhung im Juni bei 66 Prozent

BoJ-Swaps preisen eine Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) im Juni trotz unerwartet starker Daten nicht überzeugend ein - zu 66 Prozent. Deutsche-Bank-Volkswirt Jim Reid erklärt das mit der "hochgradigen Ungewissheit des Ausblicks" aufgrund des Nahost-Konflikts. "Der Bericht verdeutlicht, dass die Wirtschaft im Zeitraum von Januar bis März an Dynamik gewann, noch bevor die vollen Auswirkungen des Krieges in Iran spürbar wurden", schreibt Reid. Trotz der optimistischen Wachstumszahlen habe der Yen gegenüber dem Dollar leicht nachgegeben, die BoJ-Swaps seien über Nacht relativ stabil geblieben und die Renditen 10-jähriger japanischer Staatsanleihen (JGBs) auf ein Mehrjahreshoch gestiegen.

+++ Konjunkturdaten +++

Eurozone/Handelsbilanz März Überschuss 7,8 Mrd EUR (Vj Überschuss 34,1 Mrd EUR)

Eurozone/Exporte März +2,1%, Importe +3,5% gg Vormonat - saisonbereinigt

Eurozone/Handelsbilanz März saisonbereinigt Überschuss 3,5 Mrd EUR (Feb: Überschuss 6,5 Mrd EUR)

Werbung

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.