ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Deutsche Wirtschaft eher auf Rezessions- als auf Erholungskurs

Die Konjunkturaussichten für Deutschland deuten eher auf eine weitere Rezession als auf eine baldige Erholung hin, schreibt Ralph Solveen von der Commerzbank in einer Research Note. Das verarbeitende Gewerbe habe einige positive Signale gezeigt, wobei sich die Betriebsabläufe widerstandsfähig gegenüber den Störungen durch den Iran-Krieg erwiesen hätten. Dennoch bleibe die Stimmung auf wackligem Boden, ebenso wie im Dienstleistungssektor, meint Solveen. Unterdessen scheine eine Erholung im Bausektor an Schwung zu verlieren, gebremst durch einen Rückgang der Neuaufträge. Die Stimmung im Einzelhandel sehe sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern eher düster aus, wobei die Umsätze einen Abwärtstrend aufwiesen.

EZB könnte Zinsen im Sommer zweimal in Folge anheben - Statt bis September zu warten

Die Europäische Zentralbank könnte in diesem Sommer zwei aufeinanderfolgende Zinserhöhungen vornehmen, anstatt bis September zu warten, schreibt das CIO Office von Indosuez Wealth Management in einem Kommentar. "Wir erwarten zwei vorübergehende Zinserhöhungen durch die EZB in diesem Jahr, im Juni und Juli", heißt es. Der Haupttreiber dieses Szenarios sei der anhaltende Anstieg der Inflationserwartungen, heißt es weiter. "Unserer Ansicht nach ist die EZB zunehmend besorgt über das Risiko einer Verankerung der Inflationserwartungen, insbesondere da Umfragen weiterhin steigende Absichten zur Erhöhung der Verkaufspreise zeigen."

BoJ-Chef Ueda im Krankenhaus - Vertretung für Zinssitzung geregelt

Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er werde voraussichtlich die geldpolitische Sitzung in der nächsten Woche verpassen, teilte die Zentralbank mit. Ueda werde wohl etwa zwei Wochen zur Behandlung einer infizierten Leberzyste im Krankenhaus bleiben. Er werde seine Pflichten jedoch bei Bedarf weiterhin aus der Ferne wahrnehmen, teilte die BOJ mit. Der stellvertretende Gouverneur Ryozo Himino werde bei der anstehenden geldpolitischen Sitzung am 15. und 16. Juni als amtierender Vorsitzender fungieren.

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Chinas Leitzins dürfte vorerst stabil bleiben

Der Leitzins in China dürfte in naher Zukunft stabil bleiben, schreibt die UOB-Ökonomin Ho Woei Chen in einem Kommentar. UOB gehe weiterhin davon aus, dass die People's Bank of China den Zinssatz für siebentägige Reverse Repos bis 2026 stabil bei 1,40 Prozent halten werde, da die Inflationsrisiken überschaubar erschienen und das Wirtschaftswachstum die Hauptpriorität für die Regierung bleibe. Sie merkt an, dass eine Senkung des Mindestreservesatzes für Banken um 25 bis 50 Basispunkte weiterhin möglich sei, da die Kreditnachfrage gedämpft geblieben sei. Peking werde sich wahrscheinlich auf die Fiskalpolitik stützen und könnte die Staatsausgaben erhöhen, um externe Schocks abzufedern und die schwache Nachfrage des Privatsektors auszugleichen, merkt sie an.

Chinas Erzeugerpreise könnten weiter steigen

Die chinesischen Erzeugerpreise dürften kurzfristig weiter steigen, schreibt die UOB-Ökonomin Ho Woei Chen in einer Research Note. Angesichts der niedrigen Vergleichsbasis und der weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise könne sich die Erzeugerinflation im dritten Quartal auf über 4 Prozent beschleunigen, meint sie. Die Weitergabe an die Verbraucherpreise werde jedoch durch die schwache Binnennachfrage und die Deflation bei Lebensmitteln begrenzt, fügt die Ökonomin hinzu. UOB hält an ihren Prognosen für 2026 fest, wonach die chinesischen Erzeugerpreise um 2,8 Prozent und die Gesamtinflation der Verbraucherpreise um 1,3 Prozent steigen werden.

Metsola: EU setzt beim Handel auf Pragmatismus statt Emotionen

Die Europäische Union habe gelernt, "der langweilige Partner" in einer Beziehung zu den USA zu sein, die neuerdings von Meinungsverschiedenheiten über Handelszölle geprägt sei, sagte die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola. Dabei verwies sie auf die Bedeutung von Stabilität in diesem Handel mit einem Volumen von mehreren Billionen Dollar hin. "Wir haben gelernt, nicht auf jede öffentliche Äußerung emotional zu reagieren, sondern uns vielmehr darauf zu verlassen, dass langweilig gut ist und wir der langweilige Teil der Beziehung" mit den USA sein können, sagte Metsola zu Gordon Fairclough vom Wall Street Journal während eines Interviews auf dem WSJ Leadership Institute CEO Summit.

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+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 5. Juni +10,8% auf 280,1 (Vorwoche: 252,8)

US/MBA Purchase Index Woche per 5. Juni +7,3% auf 176,9 (Vorwoche: 164,8)

US/MBA Refinance Index Woche per 5. Juni +15,3% auf 848,7 (Vorwoche: 736,2)

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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