ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

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IWF senkt Euroraum-BIP-Prognose - EZB soll straffen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum des Euroraums 2026 leicht gesenkt und der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Straffung ihrer Geldpolitik bei "vorausschauender Kommunikation" nahegelegt. Wie aus einem Bericht zum Abschluss von Artikel-4-Konsultationen hervorgeht, rechnet der IWF für 2026 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,9 Prozent. In der im April veröffentlichten Aktualisierung des Weltwirtschaftsausblicks waren es noch 1,1 Prozent gewesen. Die Wachstumsprognose von 1,2 Prozent für 2027 wurde bestätigt. "Sollten die eingehenden Daten mit der Prognose des Basisszenarios übereinstimmen, könnte ein etwas restriktiverer geldpolitischer Kurs als im Basisszenario angenommen erforderlich sein", heißt es. Im Basisszenario (das von einer kumulierten Erhöhung um 50 Basispunkte im Jahr 2026 gegenüber dem Vorkriegsniveau ausgehe) blieben die Gesamt- und die Kerninflation bis ins Jahr 2028 hinein über 2 Prozent.

Ifo: Materialengpässe bremsen Produktion und treiben Verbraucherpreise

Der Materialmangel wirkt sich nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts negativ auf die Industrieproduktion aus und erhöht die Preise langfristig. Wie die Konjunkturforscher unter Berufung auf eine neue Studie berichten, führen unerwartete Materialengpässe zu einem kurzfristigen Rückgang der Industrieproduktion um 2,4 Prozent. "Unerwartete Störungen von Lieferketten können Unternehmen und Wirtschaft erheblich belasten. Besonders lange spüren es die Verbraucher, da die Preise auch Jahre nach dem Engpass steigen", sagt Ifo-Forscherin Lara Zarges. Besonders stark sei der Einbruch der Produktion in der Automobilindustrie. Die stärksten Preiseffekte seien in der Holz- und Pharmaindustrie zu beobachten.

Klima-Standardsetzer SBTi beschließt neue Regeln für Netto-Null

Die weltweit führende Organisation für die Festlegung von Klimastandards in Unternehmen wird es Firmen künftig erlauben, gekaufte Umweltzertifikate in ihren CO2-Fußabdruck einzurechnen. Dies ist Teil neuer Regeln, die laut Angaben der Organisation der Schwierigkeit Rechnung tragen sollen, bestimmte Emissionen vollständig zu eliminieren. Die Science Based Targets initiative (SBTi) erklärte im Rahmen der lang erwarteten Aktualisierung ihres Netto-Null-Regelwerks für Unternehmen, sie habe sich "explizit dafür entschieden anzuerkennen, dass Unternehmen nicht alles kontrollieren können, und dass es niemandem dient, das Gegenteil vorzutäuschen".

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/hab

(END) Dow Jones Newswires

June 11, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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