ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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Bundesbank hebt Inflations- und senkt BIP-Prognosen

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden Jahr etwas und 2027 deutlich weniger stark wachsen als zuletzt erwartet, sich ab 2028 aber deutlicher erholen. Wie aus der neuen gesamtwirtschaftlichen Prognose hervorgeht, rechnet die Bundesbank für 2026 mit einem Wachstum des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent, nachdem sie im Dezember 2025 einen Zuwachs von 0,6 Prozent prognostiziert hatte. Für 2027 und 2028 werden nun Wachstumsraten von 0,8 (1,3) und 1,4 (1,1) Prozent erwartet.

Moulin: EZB-Zinserhöhung nötig zur Eindämmung von Zweitrundeneffekten

Die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte ist nach Aussage des neuen EZB-Ratsmitglieds Emmanuel Moulin gerechtfertigt gewesen. "Diese Zinsentscheidung ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Zweitrundeneffekte eingedämmt bleiben. Sie ist für die verschiedenen für die Wirtschaft des Euroraums betrachteten Szenarien hinweg gerechtfertigt", heißt es in einer Erklärung des Gouverneurs der Banque de France.

Gouverneur der Bank of Korea signalisiert Bereitschaft zu Zinserhöhungen

Der Gouverneur der Bank of Korea, Shin Hyun-song, hat davor gewarnt, bei der Eindämmung der Inflation hinter die Kurve zu geraten. Damit signalisierte er die wachsende Dringlichkeit für die Politik, zu handeln, bevor es zu spät ist. Angesichts des andauernden Nahostkonflikts hätten sich die Sorgen über den Inflationsdruck verstärkt, sagte Shin am Freitag in einer Rede zum 76. Jahrestag der Zentralbank.

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Chinas Neukreditvergabe in Yuan wächst im Mai wieder

Chinas Kreditwachstum hat sich im Mai von dem unerwarteten Rückgang im April erholt und übertraf trotz einer anhaltend verhaltenen Kreditnachfrage die Erwartungen. Laut Berechnungen des Wall Street Journal auf Basis von Daten der People's Bank of China beliefen sich die chinesischen Neukredite im Mai auf 520 Milliarden Yuan, was 76,74 Milliarden US-Dollar entspricht. Dieser Wert lag über den 460 Milliarden Yuan an Neukrediten, die von den vom Wall Street Journal befragten Ökonomen erwartet worden waren.

Britische Wirtschaft schrumpft im April nach starkem Jahresauftakt

Die britische Wirtschaft ist zu Beginn des zweiten Quartals nach einem starken Jahresauftakt geschrumpft. Die Folgen des Iran-Krieges dürften die Aktivität weiter schwächen. Das Bruttoinlandsprodukt sei im April um 0,1 Prozent gefallen, teilte das Office for National Statistics am Freitag mit. Im März war es noch um 0,3 Prozent und im ersten Quartal um 0,6 Prozent gestiegen. Dies ist der erste Rückgang seit August. Der Rückgang entsprach dem Konsens von Ökonomen, die vom Wall Street Journal befragt wurden.

BIP-Rückgang in Großbritannien überrascht Bank of England nicht

Der Rückgang des britischen BIP um 0,1 Prozent im April bestätigt die Erwartung der Bank of England eines Wachstums von 0,1 Prozent im zweiten Quartal im Vorfeld der Sitzung in der nächsten Woche, wie Jack Meaning und Cian Hennigan von Barclays in einer Research Note schreiben. Der Rückgang sei auf die Aktivitäten im Dienstleistungssektor zurückzuführen, wobei ein negativer Beitrag aus dem Bereich Sport und Freizeit stamme, was wahrscheinlich zum Teil auf die Absage von Sportereignissen im Nahen Osten zurückzuführen sei, heißt es weiter.

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DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

June 12, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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