ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

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EZB: Banken straffen Kreditstandards im 2Q weniger als erwartet

Die Banken des Euroraums haben ihre Standards für Unternehmenskredite im zweiten Quartal deutlich weniger stark als erwartet gestrafft, wobei die Kreditnachfrage der Firmen entgegen den Erwartungen zunahm. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem aktuellen Quartalsbericht zur Kreditvergabe mitteilte, gab es 7 Prozent mehr Banken, die ihre Kreditstandards strafften als solche, die sie lockerten. Die Banken selbst hatten im April für das zweite Quartal aber deutlich strengere Standards (Saldo 19 Prozent) prognostiziert. Für das dritte Jahresviertel wird eine Straffung um 5 Prozent erwartet. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten nahm leicht zu (Saldo plus 3 Prozent). Erwartet worden war dagegen ein Rückgang (Saldo minus 10 Prozent). Die Prognose für das dritte Quartal ist positiv (Saldo 4 Prozent).

ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juli verbessert

ie Erwartungen von Finanzinvestoren für die deutsche Konjunktur haben sich im Juli etwas deutlicher als erwartet verbessert. Der von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 26,3 (Juni: plus 10,5) wie das ZEW mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 18,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage stieg auf minus 77,6 (minus 81,0) Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 78,0 Punkte erwartet. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone erhöhten sich im Juli auf plus 23,4 (plus 9,5) Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verbesserte sich auf minus 37,7 (minus 43,4) Zähler.

Öffentliches Defizit des Euroraums sinkt im 1Q leicht

Das Öffentliche Defizit des Euroraums hat sich im ersten Quartal marginal verringert, während die Gesamtverschuldung leicht zunahm. Wie Eurostat mitteilte, sank das saisonbereinigte Defizit auf 3,1 (viertes Quartal: 3,2) Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Bruttoverschuldung der öffentlichen Hand nahm auf 88,9 (87,7) Prozent zu. Die staatlichen Gesamteinnahmen sanken auf 47,1 (47,3) Prozent, was vor allem darauf zurückzuführen war, dass ein geringfügiger Anstieg der staatlichen Gesamteinnahmen im absoluten Wert um rund 1 Milliarde Euro durch ein höheres nominales BIP überkompensiert wurde. Die staatlichen Gesamtausgaben beliefen sich auf 50,2 (50,4) Prozent. Dies resultierte aus einem Rückgang der Gesamtausgaben um rund 1 Milliarde Euro sowie aus dem gleichzeitigen Anstieg des nominalen BIP.

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Japan bekräftigt in Politikentwurf Unabhängigkeit der Zentralbank

Ein Politikentwurf der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi unterstreicht ihr Engagement für eine klare Kommunikation mit den Märkten über ihre Beziehung zur Bank of Japan. In dem am Dienstag vom Kabinett gebilligten Entwurf fügte die Regierung eine Fußnote hinzu, in der ausdrücklich festgehalten wird, dass die Methoden der Geldpolitik von der Zentralbank zu entscheiden seien. Damit sollen Spekulationen zerstreut werden, Takaichi könnte versuchen, Zinserhöhungen der BoJ zu bremsen und die Unabhängigkeit der Zentralbank zu gefährden. Der japanische Wirtschaftsminister Minoru Kiuchi sagte zudem, die Fußnote sei auf Anregung der Regierungspartei hinzugefügt worden. Er betonte, dass die grundlegende Haltung der Regierung - der BOJ die spezifischen politischen Instrumente zu überlassen - unverändert bleiben werde.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/hab

(END) Dow Jones Newswires

July 21, 2026 07:47 ET (11:47 GMT)

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