ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Werbung

Eurozone-Inflation steigt im Juli auf 2,9 Prozent

Der Preisdruck in der Eurozone hat im Juli zugenommen, während Ökonomen eine stabile Entwicklung erwartet hatten. Die jährliche Inflationsrate stieg auf 2,9 (Vormonat: 2,8) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Meldung mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Rate von 2,8 Prozent vorhergesagt. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise ausspart, stieg im Juli ebenfalls. Diese ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak berechnete Kernrate kletterte auf 2,5 (Vormonat: 2,4) Prozent. Ökonomen hatten eine konstante Rate von 2,4 Prozent erwartet.

Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im Juli

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im Juli zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 6.000, nachdem sie sich im Juni um 1.000 verringert hatte. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 6,4 (Vormonat: 6,3) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.000 und eine unveränderte Quote von 6,3 Prozent prognostiziert.

Französische Inflation zieht wegen höherer Energie- und Dienstleistungspreise an

Die französische Inflation hat sich im Juli aufgrund anziehender Preise im Energie- und Dienstleistungssektor wieder beschleunigt. Die zukünftige Entwicklung der Inflation hängt stark von der Entwicklung des Konflikts im Nahen Osten ab. Die jährliche Verbraucherpreisinflation in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone lag in diesem Monat bei 2,4 Prozent, nach 2,0 Prozent im Juni. Dies geht aus den am Freitag von der französischen Statistikbehörde veröffentlichten, nach EU-Standards harmonisierten Zahlen hervor.

Werbung

Taiwan verzeichnet im zweiten Quartal zweistelliges Wachstum

Die taiwanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 dank der starken KI-Nachfrage weiterhin zweistellig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Quartal von April bis Juni um 12,92 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus vorläufigen Schätzungen vom Freitag hervorgeht. Eine Umfrage des Wall Street Journal hatte ein Wachstum von 11,1 Prozent prognostiziert. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen um 21,64 Prozent, angetrieben von der anhaltenden Nachfrage nach KI-Hardware.

BoJ-Gouverneur signalisiert Preisrisiken und schnellere Zinserhöhungen

Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, hat sich zunehmend besorgt über Aufwärtsrisiken für die Preise geäußert und die Möglichkeit einer Beschleunigung des Zinserhöhungszyklus der Bank erwähnt. "Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die finanziellen Bedingungen zu akkommodierend sind, ist es durchaus möglich, dass wir das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen könnten", sagte Ueda am Freitag auf einer Pressekonferenz.

BOE könnte Tempo des Quantitative Tightening drosseln

Die Bank of England könnte im September Pläne bekannt geben, den Prozess des Abbaus ihrer Gilt-Bestände, bekannt als Quantitative Tightening, von 70 Milliarden Pfund auf 50 Milliarden Pfund zu verlangsamen, schreibt Allan Monks von J.P. Morgan in einer Research Note. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung in dieser Woche hat die BOE ihre Schätzung der Auswirkungen des QT-Programms auf den Gilt-Markt auf eine kumulative Auswirkung von bisher 20 bis 30 Basispunkten angehoben, gegenüber einer Schätzung von 15 bis 25 Basispunkten im Vorjahr. "Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der geldpolitische Ausschuss eher geneigt sein wird, das QT-Tempo zu drosseln, da die Tilgungen im kommenden Jahr zurückgehen", meint Monks.

Werbung

Bank of Japan könnte Zinsen im September anheben

Die hawkishen Äußerungen des Gouverneurs der Bank of Japan, Kazuo Ueda, vom Freitag haben Capital Economics dazu veranlasst, seine Prognose für die nächste Zinserhöhung von Oktober auf September vorzuziehen. Die Zentralbank hatte ihren Leitzins bei 1,0 Prozent belassen. Vor der jüngsten Sitzung hätten die Märkte eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis Oktober eingepreist, schreibt der Leiter der Region Asien-Pazifik, Marcel Thieliant, in einer Research Note. "Aber Ueda habe angemerkt, dass die Bank die Aufwärtsrisiken für die Preise mehr denn je prüfen müsse", fügt er hinzu. CE halte an seiner seit langem vertretenen Ansicht fest, dass der Leitzins der BOJ bis Ende 2027 einen über dem Konsens liegenden Wert von 2 Prozent erreichen werde.

Bank of Japan könnte Zinsen im September oder Oktober anheben - State Street

Die Bank of Japan könnte ihre nächste Zinserhöhung möglicherweise auf September oder Oktober vorziehen, anstatt des von vielen erwarteten Sechsmonatsintervalls, meint Masahiko Loo von State Street Investment Management. Der Stratege erwarte, dass sich die BoJ schrittweise auf einen Endzins von 1,5 bis 1,75 Prozent zubewegen werde. Auf der Pressekonferenz am Freitag habe der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, seine wachsende Besorgnis über ein mögliches Überschießen der Inflation geäußert. Ein solches Risiko sei zu groß, um es zu ignorieren, sagte er. "Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die finanziellen Bedingungen zu akkommodierend sind, ist es durchaus möglich, dass wir das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen könnten", sagte Ueda.

BoJ-Daten deuten auf massive Intervention am Devisenmarkt hin

Japan hat am Donnerstag wahrscheinlich eine weitere massive Intervention am Devisenmarkt durchgeführt und Yen gekauft, wie aus Berechnungen auf der Grundlage von Daten der Bank of Japan (BoJ)und privater Devisenmakler hervorgeht. In einer am Freitag veröffentlichten Tagesprognose erklärte die BoJ, dass die Einlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank am Montag aufgrund fiskalischer Faktoren voraussichtlich um 8,2 Billionen Yen bzw. etwa 51,41 Milliarden US-Dollar sinken werden. Dem steht ein zuvor von Geldmarktmaklern geschätzter Rückgang von rund 1,8 Billionen Yen gegenüber.

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.