ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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EZB/Cipollone sieht keine Stagflation durch Iran-Krieg

EZB-Direktor Pierro Cipollone glaubt nicht, dass es wegen des Iran-Kriegs und der Sperrung der Straße von Hormus zu einer stagflationären Entwicklung kommt. "Niemand hat eine Kristallkugel, aber ich halte dieses Risiko für eher gering", sagte er in einem Interview mit ilsussidiario.net. Zum einen gebe es Anzeichen dafür, dass die Krise bald gelöst werden könnte, was auch der Ölpreis widerzuspiegeln scheine. Zum anderen deuteten die neuesten verfügbaren Daten darauf hin, dass sich die europäische Wirtschaft zwar abkühle, sich aber als widerstandsfähiger erweise als erwartet.

Morgan Stanley: EZB schließt Tür für Dezember-Schritt nicht

Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) seinen Leitzins im September um 25 Basispunkte anheben und die Tür für einen weiteren Schritt im Dezember nicht schließen wird. "Sie (die EZB) wird wahrscheinlich verglichen mit Juni Aufwärtsrisiken für Wachstum und Inflation sehen. Das zementiert unserer Ansicht nach eine Zinserhöhung im September", schreiben sie in einer Analyse. Da es bisher keine klaren Anzeichen für ein Übergreifen der hohen Energiepreise auf die Kernteuerung und gleichzeitig eine gewisse Straffung der Finanzierungsbedingungen gebe, werde es die EZB mit einer weiteren Zinsanhebung nicht eilig haben.

Deutsche Staatsausgaben verlaufen schleppend

Obwohl die Verteidigungs- und Investitionsausgaben der Bundesregierung in diesem Jahr hochgefahren wurden, bleiben die Niveaus hinter den Zielvorgaben zurück, schreibt Sebastian Becker von der Deutschen Bank in einer Research Note. Die fiskalische Expansion Deutschlands gewinne deutlich an Dynamik, so Becker. Das Defizit liege bei rund 90 Milliarden Euro und damit rund 50 Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor, während die Verteidigungsausgaben um etwa 30 Prozent gestiegen seien. Eine zu geringe Mittelausschöpfung bleibe jedoch ein zentrales Risiko, so Becker.

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Verdopplung der US-Anleiherückkäufe am langen Ende verdeutlicht Probleme

Der Versuch des US-Finanzministeriums, den Anstieg der Anleiherenditen unter dem Deckmantel ausgeweiteter Liquiditätsoperationen zu dämpfen, hat nur noch mehr Aufmerksamkeit auf die zugrunde liegenden Probleme gelenkt, schreibt Benjamin Schroeder von ING in einer Research Note. Die wachsende Schuldenlast der USA und die begrenzte Fähigkeit oder Bereitschaft, das US-Defizit einzudämmen, hätten mehr Aufmerksamkeit erhalten, so der Zinsstratege. "Es sei zwar signalisiert worden, dass in den kommenden Tagen einige Ankündigungen zur Kürzung verschwenderischer Ausgaben gemacht werden, aber ohne ein großes Umdenken seitens des Kongresses werden wir nur an den Rändern feilen", so Schroeder.

Morgan Stanley hebt Brent-Prognose an

Morgan Stanley hat ihre Prognose für Rohöl der Sorte Brent für das vierte Quartal angehoben. Die Bank rechnet mit einem Preisanstieg auf 100 US-Dollar pro Barrel in der Spitze, da eine langsamere Erholung des Angebots im Nahen Osten den Ölmarkt bis ins erste Quartal des nächsten Jahres hinein in einem Defizit belassen werde. "Rohöl verknappt sich. In den letzten Wochen sei einer der stärksten Rückgänge bei auf See befindlichem Öl zu verzeichnen gewesen, während auch die Lagerbestände an Land zurückgingen, auch in China", sagen die Analysten der Bank. Morgan Stanley rechnet nun damit, dass sich die Erholung des Angebots im Nahen Osten bis weit ins Jahr 2027 hinziehen wird.

Singapur will Geburtenrate erhöhen

Singapur hat Maßnahmen vorgestellt, um einer seit langem sinkenden Geburtenrate entgegenzuwirken, die das Wirtschaftswachstum des Stadtstaates zu bremsen droht. Wie in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften verheißt die demografische Entwicklung des Stadtstaates für das zukünftige Wachstum nichts Gutes. Da die Bevölkerung altert, muss eine schrumpfende Zahl von Arbeitskräften eine wachsende Zahl von Rentnern versorgen.

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DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

August 24, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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