ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

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Deutsche Erzeugerpreise sinken im Juni um 0,3 Prozent

Der Inflationsdruck auf Produzentenebene in Deutschland hat im Juni abgenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lagen um 1,8 (Mai: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von minus 0,3 und plus 1,5 Prozent prognostiziert. Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern (plus 5,1 Prozent) zurückzuführen. Die Preise für Energie (plus 0,4 Prozent) stiegen nur leicht gegenüber dem Vorjahresmonat.

China belässt Referenzzinssätze für Kredite unverändert

China hat seine Referenzzinssätze für Kredite trotz des schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im zweiten Quartal stabil gehalten. Die einjährige Loan Prime Rate wurde bei 3,0 Prozent und die fünfjährige Rate bei 3,5 Prozent belassen, wie aus den am Montag von der People's Bank of China veröffentlichten Daten hervorgeht. Beide Sätze verharren seit mehr als einem Jahr auf diesem Niveau. Peking hat sich jüngst mit der Senkung seiner traditionellen Leitzinsen zurückgehalten. Stattdessen setzt die Regierung auf strukturelle Maßnahmen und kurzfristige Liquiditätsinstrumente - wie die Einführung eines Instruments für Overnight-Reverse-Repo-Geschäfte im vergangenen Monat -, um die Finanzierungskosten zu senken und den Liquiditätsbedarf zu decken.

Britische Hauspreise fallen im Juli - Saisonale Ablenkungen bremsen Nachfrage

Die Immobilien-Website Rightmove hat mitgeteilt, dass die durchschnittlichen Hauspreise in Großbritannien im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent auf 372.359 Pfund gefallen sind. Dies sei ein stärkerer Rückgang als der durchschnittliche Rückgang von 0,2 Prozent im Juli in den vergangenen 10 Jahren. Grund dafür sei, dass neue Verkäufer versuchten, Käufer anzulocken, die durch Faktoren wie ein hohes Immobilienangebot, einen ungewöhnlich heißen Sommer, die FIFA-Fußballweltmeisterschaft und politische Veränderungen abgelenkt seien. "Die erste Hitzewelle im Mai verursachte einen vorübergehenden Rückgang der Käufernachfrage um 8 Prozent, bevor sie sich wieder erholte, während die Hitzewelle im Juni einen ähnlichen vorübergehenden Rückgang von 6 Prozent verursachte, gefolgt von einem Rückgang von 4 Prozent während der aktuellen Hitzewelle im Juli", so Rightmove. Dennoch seien die vereinbarten Verkäufe im ersten Halbjahr auf dem Niveau von 2024 geblieben.

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Abschwung am australischen Immobilienmarkt hält an

Der Abschwung am australischen Immobilienmarkt setzt sich fort. Laut der Immobilien-Research-Gruppe Cotality wurden in der vergangenen Woche nur 50 Prozent der zur Versteigerung angebotenen Immobilien verkauft. In der Vorwoche lag die Quote noch bei 54,8 Prozent. Die Schwäche ist zum Teil auf eine saisonale Flaute im Winter zurückzuführen. Aber auch steigende Zinsen und wesentliche Änderungen der Steuergesetze für Immobilieninvestitionen haben die Nachfrage einbrechen lassen. Das Auktionsvolumen blieb niedrig. In der vergangenen Woche wurden 1.365 Auktionen abgehalten, 12,6 Prozent weniger als in der gleichen Woche des Vorjahres. Viele Ökonomen prognostizieren für das kommende Jahr einen Rückgang der Immobilienpreise zwischen 8 und 10 Prozent.

Malaysia verzeichnet weiterhin solides Exportwachstum

Das Exportwachstum Malaysias hat sich im Juni beschleunigt, was hauptsächlich auf stärkere Lieferungen von Elektronikartikeln zurückzuführen ist. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 45,4 Prozent auf 177,9 Milliarden Ringgit, was 43,43 Milliarden US-Dollar entspricht. Im Mai hatte der Zuwachs 45,3 Prozent betragen. Die Importe kletterten um 43,9 Prozent auf 163,0 Milliarden Ringgit, wie das Ministerium für Investitionen, Handel und Industrie am Montag mitteilte. Daraus ergab sich ein Handelsüberschuss von 14,9 Milliarden Ringgit, nach 40,38 Milliarden Ringgit im Mai. Die von The Wall Street Journal befragten fünf Ökonomen hatten im Median einen Anstieg der Exporte um 53,2 Prozent und der Importe um 26,7 Prozent prognostiziert, was einen Handelsüberschuss von 42,76 Milliarden Ringgit ergeben hätte.

Bafin rügt Helaba - Mängelbeseitigung angeordnet

Die Finanzaufsicht Bafin hat bei der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) eine Mängelbeseitigung angeordnet. Die Bank muss angemessene und geeignete Maßnahmen ergreifen, um Mängel in der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beseitigen, wie die Bafin mitteilte. Insbesondere müsse sie Kundendaten überprüfen und aktualisieren. Die Mängel betreffen den weiteren Angaben der Bafin zu folge Kundensorgfaltspflichten, namentlich die Identifizierung von Kunden sowie die Überprüfung und Aktualisierung von Kundendaten. Betroffen seien außerdem die Risikoanalyse und das Transaktionsmonitoring. Das Institut habe damit gegen Vorgaben des Geldwäschegesetzes und des Kreditwesengesetzes verstoßen.

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SpaceX verhandelt mit Pentagon über Rechenleistung-Kapazität - Kreise

SpaceX führt Gespräche mit dem US-Verteidigungsministerium über die Bereitstellung von Rechenzentrumskapazitäten im Wert von Milliarden von US-Dollar. Diese sollen für den Betrieb von Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI) genutzt werden, was die Beziehungen zwischen dem Unternehmen von Elon Musk und dem Pentagon weiter vertiefen würde. Beide Seiten diskutierten eine Vereinbarung, bei der SpaceX dem Ministerium Rechenkapazität im Wert von bis zu mehreren Milliarden Dollar zur Verfügung stellen würde, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Gespräche dauerten an und könnten noch scheitern, so die Personen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/hab

(END) Dow Jones Newswires

July 20, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)

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