ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

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NIM: Konsumklima erholt sich trotz Unsicherheiten

Das deutsche Konsumklima hat sich erholt. Die Einschätzung der Wirtschaftslage wurde durch ein widerstandsfähiges Wachstum gestärkt - trotz anhaltender Inflationssorgen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten. Der Konsumklimaindex für Deutschland, der vom Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) und der GfK veröffentlicht wurde, stieg in seiner Prognose für September von minus 29,4 Punkten im August auf minus 26,6 Punkte. Damit wurden die Erwartungen von Ökonomen übertroffen, die einen Wert von minus 29,2 Punkten vorausgesagt hatten. Getrieben wurde der Index von den Konjunkturerwartungen der Verbraucher, die den vierten Monat in Folge zulegten.

Deutsche Reallöhne steigen im zweiten Quartal um 1,5 Prozent

Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Reallöhne um 1,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Überdurchschnittliche Steigerungen der Nominallöhne verzeichneten unter anderem die Bereiche Land- und Forstwirtschaft sowie die Energieversorgung, während Geringverdiener und Auszubildende erneut die stärksten Zuwächse erzielten.

Südkoreas Zentralbank hebt Leitzins erneut an und erhöht Wachstumsprognose

Südkoreas Zentralbank hat die Zinsen bei der zweiten Sitzung in Folge erhöht, weil sie für dieses Jahr von einem stärkeren Wirtschaftswachstum ausgeht. Der leitzinsgebende Sieben-Tage-Rückkaufssatz wurde um einen Viertelprozentpunkt auf 3,00 Prozent hochgesetzt. Im Vorfeld der Entscheidung befragte Analysten waren sich nicht einig darüber, ob die Zentralbank die Zinsen erhöhen oder unverändert lassen würde. Die Bank of Korea erklärte am Donnerstag, dass sie nun für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent rechnet. Im Mai ging die Notenbank noch von 2,6 Prozent aus. Für das kommende Jahr prognostiziert jetzt ein Wachstum von 2,9 Prozent, statt vorher 2,1 Prozent.

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Bank of Korea dürfte bei Zinserhöhungen langsamer vorgehen

Die Bank of Korea dürfte in den kommenden Monaten bei der Straffung der Geldpolitik nach ihrer zweiten Zinserhöhung in Folge im August langsamer vorgehen, meint Gareth Leather von Capital Economics. Die BOK "werde unter geringerem Druck stehen, die Zinsen weiter zu erhöhen", insbesondere da der koreanische Won an Stärke gewinne, schreibt der Ökonom in einer Research Note und fügt hinzu, dass die koreanische Wirtschaft stark genug sei, um die jüngste Zinserhöhung von 2,75 Prozent auf 3,00 Prozent zu verkraften. Dave Chia, ein Ökonom bei Moody's Analytics, bezeichnet die aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen des BOK-Boards als eine präventive Maßnahme.

BoJ-Vize Himino gelobt Inflationswachsamkeit

Die Bank of Japan sei weiterhin wachsam gegenüber Inflationsrisiken und werde die Notwendigkeit einer Straffung der Geldpolitik erörtern, sagte der stellvertretende Gouverneur Ryozo Himino. Die Märkte wetten unterdessen zunehmend darauf, dass die nächste Zinserhöhung kurz bevorsteht. "Es ist wichtig, die zugrunde liegende Inflation auf einem Niveau von etwa 2 Prozent zu stabilisieren", sagte Himino am Donnerstag in einer Rede vor Wirtschaftsführern in Saitama, einer Stadt nördlich von Tokio.

Anstieg der australischen Haushaltsausgaben schürt Zinserhöhungsängste

Die australischen Haushaltsausgaben sind im Juli den dritten Monat in Folge gestiegen. Die Verbraucher zeigten sich von den hohen Kraftstoffkosten und der Drohung höherer Zinsen unbeeindruckt. Die Haushaltsausgaben stiegen im Juli gegenüber Juni um 1,1 Prozent, wie das australische Statistikamt mitteilte. Der Anstieg folgt auf eine Zunahme von 1,0 Prozent im Juni und ein Plus von 1,2 Prozent im Mai. Die Nachricht von der leichten Erholung der Haushaltsausgaben kommt einen Tag, nachdem Daten zeigten, dass die Inflation im Juli hartnäckig hoch blieb. Dies veranlasste einige Ökonomen, noch vor Jahresende höhere Zinssätze zu prognostizieren.

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Fed-Gouverneurin Cook weist Betrugsvorwürfe des Weißen Hauses erneut zurück

Der Machtkampf zwischen dem Weißen Haus und der Federal Reserve geht weiter. Fed-Gouverneurin Lisa Cook wies die Vorwürfe des Hypothekenbetrugs über ihren Anwalt abermals als unbegründet zurück und stellte sich damit Präsident Donald Trumps erneutem Versuch entgegen, sie aus dem Amt zu drängen. Der Anwaltsbrief an das Weiße Haus bereitet die Entscheidung vor, ob der US-Präsident erneut versuchen wird, Cook aus der Position zu entfernen, nachdem der Oberste Gerichtshof einen früheren Versuch blockiert und verlangt hatte, dass ihr zunächst Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird.

Kanada streicht US-Meeresfrüchte von Liste für Vergeltungszölle

Kanadische Vertreter haben US-Meeresfrüchte von ihrer Liste für Vergeltungszölle gestrichen. Die schnelle Kehrtwende wurde wahrscheinlich durch die Verärgerung von Aquakulturunternehmen an der Ostküste und die Furcht vor neuen amerikanischen Abgaben ausgelöst. Das kanadische Finanzministerium veröffentlichte die Mitteilung am späten Mittwoch auf der Plattform X - weniger als 48 Stunden, nachdem die kanadische Regierung eine Liste mit über 700 US-Produkten veröffentlicht hatte, die mit Zöllen zwischen 15 und 50 Prozent belegt werden sollten.

Nachfrage nach neuen Eigenheimen in Großbritannien beginnt sich zu erholen

Die Käufernachfrage im britischen Wohnungsbausektor beginnt sich laut einem Bericht der Immobilien-Website Zoopla zu erholen. Obwohl höhere Hypothekenzinsen die Kaufkraft seit Anfang 2026 um 9 Prozent verringert haben und die Hauspreisinflation bei 0,9 Prozent liegt, beginne sich die herbstliche Erholung abzuzeichnen, so Zoopla. Die Immobiliensuche liege um 7 Prozent über dem Vorjahresniveau, auf dem höchsten Stand der letzten 12 Monate, und nehme in ganz Großbritannien zu. Und obwohl die vereinbarten Verkäufe 6 Prozent unter dem Vorjahreswert lägen, beginne sich die Lücke zu schließen, heißt es in dem Bericht. "Verkäufer müssen ihre Preise sorgfältig festlegen, um Käufer anzuziehen, da die Erschwinglichkeit nach wie vor eine Einschränkung darstellt und die Marktbedingungen in den lokalen Märkten stark variieren", meint Zoopla.

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

August 27, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)

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