Übergang zur Wachstumsphase

Deutsche Bank-Experte: Darum sollten Anleger mit einigen Korrekturen am Markt rechnen


Deutsche Bank-Experte: Darum sollten Anleger mit einigen Korrekturen am Markt rechnen

Auf den Corona-bedingten rasanten Börsencrash im Frühjahr 2020 folgte eine fast ebenso rasante Erholung. Die Aktienmärkte sind der tatsächlichen Entwicklung der Wirtschaft vorausgeeilt. Deutsche Bank-Experte Dr. Ulrich Stephan sieht daher einige Korrekturen auf die Märkte zukommen.

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• Auf den Corona-Crash folgt eine rasante Erholung
• Experte: Übergang in die Wachstumsphase steht an
• Kleinere Korrekturen zu erwarten - Aktienzyklus jedoch grundsätzlich intakt

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Im vergangenen Jahr fand der längste Bullenmarkt aller Zeiten mit dem plötzlichen Auftauchen der Corona-Pandemie ein jähes Ende. Anleger sahen sich mit einer Situation konfrontiert, wie es sie noch nie zuvor gab, und flüchteten in Scharen aus dem Aktienmarkt. Doch auf den herben Einbruch folgte eine rasche Erholung, bei der vor allem Techwerte sich als Corona-Profiteure herausstellten. Wichtige Leitindizes wie der Dow Jones in den USA oder der DAX hierzulande konnten neue Rekordhochs erklimmen. Nachrichten über die Zulassung verschiedener Impfstoffe in einigen Ländern und der Start der Impfkampagnen ließen Anleger, trotz vielerorts weiter steigender Infektionszahlen, auf ein Licht am Ende des Tunnels hoffen. Im Laufe der Rally am Aktienmarkt stieg der deutsche Leitindex DAX Anfang 2021 erstmalig über die Runde Marke von 14.000 Punkten.

Nun befürchten einige Experten, die Aktienmärkte könnten der tatsächlichen Entwicklung der Wirtschaft enteilt sein. Hat sich gar eine Blase gebildet, die bald zu platzen droht?

Deutsche Bank-Experte erwartet Korrekturen, jedoch keinen Crash

Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, sieht die aktuelle Lage nicht ganz so dramatisch. Im Deutsche Bank-Newsletter "Perspektiven am Morgen" von vergangener Woche erklärt er, dass Zyklen am Aktienmarkt häufig nach dem gleichen Muster verlaufen - und so sei es auch dieses Mal: Auf die "Verzweiflungsphase", in der die Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft in eine Rezession gestürzt und die Unternehmensgewinne und Börsenkurse in die Tiefe gerissen hatte, sei die "Hoffnungsphase" gefolgt, in der Anleger über die Verfassung der Wirtschaft und der Unternehmen zu diesem Zeitpunkt hinweg blickten und eine Gewinnerholung einpreisten. Die Kurse stiegen immer weiter - "ein neuer Bullenmarkt war geboren", so Stephan.

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Doch nun stehe der Übergang in die sogenannte Wachstumsphase bevor. In dieser liege es an den Unternehmen, ihre Gewinne zu steigern und in ihre Bewertungen hineinzuwachsen. Diese Phase dauere laut dem Deutsche Bank-Experten im Durchschnitt 50 Monate und werde anfänglich meist von Rücksetzern und erhöhten Marktschwankungen begleitet, da Anleger angesichts der hohen Bewertungen häufig daran zweifelten, ob die Tiefs tatsächlich überwunden seien.

Der Chef-Anlagestratege geht davon aus, dass es auch in diesem Zyklus so sein wird, weshalb er kleinere Korrekturen in den kommenden Wochen für wahrscheinlich hält. Grundsätzlich sei der Aktienzyklus jedoch intakt und der Bullenmarkt könne noch etwas weiterlaufen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: dominic8 / Shutterstock.com, Inked Pixels / Shutterstock.com

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