Übernahme von Star-Alliance-Mitglied Asiana geplatzt


SEOUL (dpa-AFX) - Die geplante Übernahme von Asiana Airlines durch ein Konsortium ist wegen der negativen Folgen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage der zweitgrößten südkoreanischen Fluggesellschaft geplatzt. Die Gläubiger des Mutterkonzerns Kumho Asiana Group hätten das einheimische Konsortium um die Baufirma Hyundai Development (HDC) informiert, dass der bereits geschlossene Vertrag aufgelöst werde, teilte die staatliche Korea Development Bank (KDB) am Freitag mit.

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Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap wollen KDB sowie die Export-Import Bank of Korea zusätzlich zu den früheren Finanzspritzen weitere 2,4 Billionen Won (1,7 Milliarden Euro) bereitstellen, um Asiana Airlines flott zu halten.

Ein Scheitern der Übernahme hatte sich bereits vorher abgezeichnet: Das Konsortium, zu dem auch der Börsenmakler Mirae Asset Daewoo gehört, hatte wegen der Folgen der Pandemie Neuverhandlungen gefordert. Auch verlangte es eine neue Durchsicht der Bücher beim Star-Alliance-Mitglied, was die Gläubiger jedoch abgelehnt hatten. Wegen des Corona-Ausbruchs musste Asiana Airline den Großteil seiner internationalen Flüge streichen.

Das Konsortium hatte im vergangenen Dezember einen Vertrag über die Übernahme von 30,77 Prozent an der hoch verschuldeten Airline unterzeichnet. Die Käufer waren bereit, 2,5 Billionen Won in die Anteile, die Managementrechte an Asiana sowie für neu herauszugebende Aktien zu investieren.

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Die Kumho Asiana Group hatte sich im Frühjahr 2019 wegen Finanzproblemen dazu bereit erklärt, die Anteile an seiner wichtigsten Tochter zu veräußern. Größter Anteilseigner bei der Airline war das Unternehmen Kumho Industrial./dg/DP/nas

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