Umfrage: Linke knapp vor CDU bei Berlin-Wahl


BERLIN (dpa-AFX) - Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an diesem Sonntag zeichnet sich laut einer neuen ZDF-Umfrage ein knappes Rennen zwischen der CDU und der Linken ab. Die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt in der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-"Politbarometer Extra" auf 22 Prozent. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers erreicht 20 Prozent.

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Dahinter liegen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 4 Prozent und kann damit auf einen Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und den Einzug ins Abgeordnetenhaus hoffen.

Im Vergleich zum ZDF-"Politbarometer" in der vergangenen Woche haben CDU, Linke und Grüne je einen Prozentpunkt verloren. Die SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach gewann hingegen zwei Prozentpunkte, die AfD mit Spitzenkandidatin Kristin Brinker sowie das BSW je einen Punkt hinzu.

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Auch bei der Frage, wen die Berlinerinnen und Berliner am liebsten als Regierenden Bürgermeister oder als Regierende Bürgermeisterin hätten, sind CDU und Linke eng beieinander. 25 Prozent nannten hier Eralp, 24 Prozent Evers. Den Grünen-Spitzenkandidaten Werner Graf präferieren 12 Prozent. Kandidaten anderer Parteien wurden nicht abgefragt.

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77 Prozent der Befragten wissen schon, wen sie am Sonntag wählen sollen. 23 Prozent sind noch nicht sicher.

Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF vom 14. bis 17. September 1.611 Wahlberechtigte befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Dreier-Koalition am wahrscheinlichsten

Laut allen Umfragen der vergangenen Wochen kommt keine Zweier-Koalition auf eine Mehrheit, auch nicht das regierende Bündnis aus CDU und SPD. Als wahrscheinliche Optionen gelten Dreier-Koalitionen - also entweder gehen CDU, Grüne und SPD zusammen oder aber Linke, Grüne und SPD. Die AfD dürfte, anders als in Sachsen-Anhalt, bei der Regierungsbildung außen vor bleiben, weil die übrigen Parteien eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ablehnen.

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Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang./shy/DP/nas

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