Unicef: Waffenruhe in Gaza für Kinder 'tödliche Illusion'


GAZA (dpa-AFX) - Die im Oktober verkündete Waffenruhe im Gazastreifen ist für Kinder und Jugendliche nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef "eine tödliche Illusion". 265 Minderjährige seien seitdem getötet worden, mehr als 90 Prozent durch israelische Angriffe, berichtet Unicef-Sprecher James Elder. Einige Kinder seien auch durch nicht explodierte Munition umgekommen, die in den Trümmern von Gaza liegt.

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"Diese Kinder wurden nicht in einem Kriegsgebiet getötet", sagte Elder. "Sie wurden in ihren Häusern getötet. In ihren Schulen. Beim Fußballspielen. Beim Angeln. Sie wurden erschossen, bombardiert oder von Drohnen getroffen." Darunter sei ein Zweijähriger, der diese Woche erschossen wurde, ebenso ein 13-Jähriger, den eine israelische Kugel in seinem Zelt getroffen habe.

Weiterhin verheerende Verletzungen

Eine 12-Jährige sei im Zelt der Familie von einer auf einem Kran montierten Waffe in der Brust getroffen worden, eine Dreijährige sei im Gesicht von einer Kugel getroffen worden, die eine Drohne abgefeuert habe. Ärzte versuchten mit allen Mitteln, die verheerende Wunden mit lebenslangen Folgen zu behandeln.

"Wir müssen aufhören, das Unnormale als normal hinzustellen. Die Tatsache, dass Kinder auch während eines Waffenstillstands weiterhin in diesem Ausmaß getötet werden können, sollte jede Regierung und jede Institution alarmieren, die behauptet, das Völkerrecht zu verteidigen", sagte Elder. Es fehle politischer Wille, um dies zu beenden./oe/DP/stw

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