Nach Rekordjagd an der Wall Street: US-Börsen gehen uneinheitlich ins Wochenende
Nach einem turbulenten April und den deutlichen Vortagesgewinnen ging es an den US-Aktienmärkten zum Start in den Mai ruhiger zu.
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Im Anlegerfokus standen weitere Unternehmensberichte und vor allem die positiv aufgenommenen Quartalszahlen des Technologiekonzerns Apple. "Die bisherige US-Berichtssaison verlief robust, was dazu beigetragen hat, dass die globalen Märkte trotz der Auswirkungen des Iran-Konflikts keine großen Verluste hinnehmen mussten", kommentierte Russ Mould, Investment Director bei AJ Bell.
Der Dow Jones Industrial konnte seine frühen Gewinne am Freitag aber nicht verteidigen und schloss mit einem Minus von 0,31 Prozent bei 49.499,27 Punkten. Tags zuvor hatte sich der US-Leitindex um 1,6 Prozent nach oben geschwungen und damit den Monat April mit einem Anstieg von mehr als 7 Prozent beendet.
Der NASDAQ Composite baute seine anfänglichen Gewinne unterdessen im Handelsverlauf aus und schloss mit einem Plus von 0,89 Prozent bei 25.114,44 Zählern. Zwischenzeitlich war bei 25.223,12 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht worden.
Der breite S&P 500 konnte im Tageshoch bei 7.272,52 Punkten ein neues Allzeithoch erreichen, am Ende ging es um 0,29 Prozent auf 7.230,12 Zähler nach oben.US-Wirtschaft im Blick
Positiv wurden die Konjunkturdaten aufgenommen, die die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft manifestieren. Das Wachstum der Aktivität in der US-Industrie hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im April gegenüber dem Vormonat deutlicher als veranschlagt verstärkt, wie die Zweitveröffentlichung offenbarte. Der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe im gleichen Monat stagnierte und blieb damit aber klar im Wachstum anzeigenden Bereich.
Start in die Bilanzsaison glättet Sorgenfalten
Der solide Start in die Berichtssaison hat das Vertrauen der Anleger in die US-Wirtschaft gestärkt und die Sorgen über den Krieg im Nahen Osten, der die Ölpreise in die Höhe getrieben hat, gemildert. Angesichts von Ölpreisen klar über der Marke von 100 Dollar zeigen sich Marktteilnehmer beeindruckt von Widerstandsfähigkeit der US-Börsen. "Die globalen Märkte befinden sich in einer dieser seltsamen Phasen, in denen die Nachrichten chaotisch wirken, aber der Markt selbst fast unverwundbar erscheint. (...) Wenn der Ölpreis für längere Zeit im Bereich von 100 Dollar pro Barrel bleibt, werden die gesamtwirtschaftlichen Kosten irgendwann schwerer zu ignorieren sein, aber im Moment sind die Unternehmensgewinne das größere Thema", erläutert Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown.
Alexandra Hesse, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
Bildquellen: Ionana Davies / Shutterstock.com, spirit of america / Shutterstock.com
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