US-Privatanleger weiter extrem pessimistisch
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stimmungslage unter den Privatanlegern hat sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Die Privatanleger in den USA sind weiterhin extrem skeptisch für den Aktienmarkt gestimmt. Ihr Anteil liegt mit knapp 60 Prozent nahezu doppelt so hoch wie der historische Durchschnitt. Wie aus dem wöchentlichen AAII Sentiment Survey unter privaten US-Anlegern hervorgeht, fiel der Anteil der Bullen auf 18,2 nach 19,4 Prozent. Dies liegt weiter deutlich unter dem historischen Mittel von 38 Prozent.
Das Lager der Pessimisten stellt mit 59,3 (58,3) Prozent die mit Abstand größte Gruppe. Derweil schauen von der Seitenlinie 22,5 Prozent dem Treiben an der Wall Street zu - nach 22,2 Prozent in der Vorwoche.
Dagegen halten sich die Bullen und die Bären in Deutschland die Waage. Gemessen an der DAX-Entwicklung der vergangenen Wochen ist für Sentiment-Analyst Joachim Goldberg die neutrale Stimmung der privaten Investoren insgesamt zu gut. Die jüngste Erholung im DAX hätten die Anleger kaum genutzt, um ihr Risiko zu minimieren. Sollte der DAX weiter fallen, sei nicht auszuschließen, dass die Optimisten die Notbremse ziehen und sich von ihren Beständen in die Abwärtsbewegung hinein trennen.
In Deutschland ging der "Bärenanteil" der Privatanleger um drei Prozentpunkte auf 37 Prozent zurück, wie der wöchentlichen Sentiment-Umfrage der Deutschen Börse zu entnehmen ist. Das Lager der Bullen stieg um einen Prozentpunkt auf 37 Prozent, während der Anteil des neutralen Lagers um zwei Prozentpunkte auf nun 26 Prozent stieg.
Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com
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June 30, 2022 01:58 ET (05:58 GMT)