US-Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal um 5,0 Prozent
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal noch etwas stärker eingebrochen als zunächst berichtet. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer zweiten Datenmeldung berichtete, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der ersten Meldung gerechnet, der zufolge das BIP um 4,8 Prozent gefallen ist.
Das ganze Ausmaß der durch die Pandemie ausgelösten Misere dürfte sich erst im zweiten Quartal zeigen: Ökonomen befürchten dann einen annualisierten BIP-Rückgang von über 25 Prozent. Da viele Bundesstaaten die zur Bekämpfung der Pandemie verhängten Restriktionen langsam wieder lockern, dürfte die Talsohle allerdings durchschritten sein.
Der Konsum der Privathaushalte büßte 6,8 Prozent ein. Die Unternehmensgewinne fielen um 15,9 Prozent. Die Exporte fielen um 8,7 Prozent und die Importe um 15,5 Prozent.
Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 1,3 Prozent (vorläufig: 1,3 Prozent) nach einem Anstieg von 1,4 Prozent im Vorquartal.
Der BIP-Deflator betrug 1,4 Prozent (vorläufig: 1,3 Prozent) nach 1,3 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten ein Plus von 1,3 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.
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May 28, 2020 08:47 ET (12:47 GMT)