Vatikan rechnet mit millionenschwerem Finanzdefizit für 2021


Der Vatikanstaat rechnet wegen der Corona-Pandemie mit einem finanziellen Defizit von fast 50 Millionen Euro in diesem Jahr. Einer Mitteilung des Heiligen Stuhls vom Freitag zufolge erwartet das Wirtschaftssekretariat rund 260 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber etwa 310 Millionen Euro an Ausgaben. Dies hänge mit der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise zusammen, hieß es weiter.

Werbung

Aus der weltweiten Spendensammlung für die Kirche, dem sogenannten Peterspfennig, rechnet der Vatikan mit etwa 47 Millionen Euro. 17 Millionen sollen davon für Zuschüsse ausgegeben werde, so dass unterm Strich 30 Millionen Euro übrig blieben. Ohne den Peterspfennig läge das Defizit des Stadtstaates bei circa 80 Millionen Euro. Der Vatikan will das mit Hilfe seiner Reserven ausgleichen, sofern die Spendeneinnahmen in etwa so bleiben wie erwartet.

Durch den Rückgang in den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Immobilien und Spenden sanken die Einnahmen bereits um 48 Millionen Euro im Verhältnis zum Jahr 2019. Der Vatikan setzt auf Anlagen und Immobilienbesitz, um seine laufenden Kosten zu decken, wie das Medienportal "Vatican News" schrieb. Beim Heiligen Stuhl arbeiten demnach etwa 2600 Menschen, wobei die Papst-Angestellten nicht mit eingerechnet sind.

ROM (dpa-AFX)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.