VCI sieht trotz Atempause Rückgang der Chemie- und Pharmaproduktion


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DOW JONES--Die Schwäche der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland hat auch im zweiten Quartal angehalten. Die Sperrung der Straße von Hormus führte jedoch in einigen Bereichen zu Hamsterkäufen und sorgte für steigende Preise, wie der Branchenverband VCI mitteilte. Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet der VCI trotz einer leichten Erholung weiterhin mit einer insgesamt rückläufigen Produktion.

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"Eine leichte Belebung ist kein Grund zur Entwarnung", sagte VCI-Präsident Markus Steilemann. "Dafür sind vor allem Sondereffekte aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost verantwortlich. Wir erleben nur eine Atempause, keine Trendwende." Laut VCI füllen Unternehmen wegen des Kriegs am Golf ihre Lager auf, um Versorgungsengpässen vorzubeugen. Gleichzeitig habe der Wettbewerbsdruck aus Asien durch die Sperrung der Straße von Hormus vorübergehend nachgelassen.

Anders als Ende Mai gibt der VCI nun eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr ab. Der Verband rechnet mit einem Rückgang der Produktion um 1,5 Prozent, das Minus dürfte bei Chemie und Pharma jeweils bei 1,5 Prozent liegen. Weitere Prognosen traut sich der Verband wegen der geopolitischen Unsicherheiten nicht zu.

Im ersten Halbjahr sank die Produktion um 3,0 Prozent. Während die Preise um 2,0 Prozent zulegten, ging der Umsatz um 1,0 Prozent auf 106 Milliarden Euro zurück. Dabei stieg der Inlandsumsatz um 2,0 Prozent, der Auslandsumsatz sank um 2,5 Prozent. Die Pharmabranche verbuchte einen Produktionsrückgang um 1,5 Prozent, die Chemiebranche um 3,0 Prozent.

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Viele Anlagen seien nach wie vor nicht ausgelastet, so der VCI.

Kontakt redaktion.de@dowjones.com

DJG/mgo/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 16, 2026 04:30 ET (08:30 GMT)

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