VDMA: Corona-Krise trifft Maschinen- und Anlagenbau mit Wucht
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Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im April mit Wucht erreicht. Der Auftragseingang lag real um 31 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. "Erwartungsgemäß hat Corona tiefe Spuren in den Orderbüchern des Maschinenbaus hinterlassen", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.
Die Inlandsorders gingen um 25 Prozent zurück. Die Auslandsbestellungen fielen sogar um 34 Prozent, wobei der Rückgang aus den Euro-Ländern (minus 33 Prozent) und Nicht-Euro-Ländern (minus 34 Prozent) fast gleich hoch ausfiel.
"Der heftige Rückgang passt zu den Ergebnissen der VDMA-Blitzumfrage von Mitte April, in der 77 Prozent der Befragten über merkliche bzw. sogar gravierende Störungen auf der Nachfrageseite klagten", erläuterte Wiechers. Umso wichtiger sei nun ein entschlossenes Handeln der Regierung, um den Unternehmen ausreichend Luft zu verschaffen, die Zeit bis zu einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft überstehen zu können.
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum Februar bis April sank der Auftragseingang um real 14 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 10 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsaufträge blieben um 16 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Dabei schrumpften die Orders aus den Euro-Ländern um 15 Prozent, aus den Nicht-Euro-Ländern wurden 17 Prozent weniger Bestellungen verbucht.
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