VDMA macht vor EU-USA-Gipfel Druck zur Beendigung des Handelsstreits
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Vor dem EU-USA-Gipfel haben die deutschen Maschinenbauer zur Beendigung der Zollstreitigkeiten und zu Fortschritten in der transatlantischen Handelsagenda aufgerufen. Nötig sei ein Abkommen mit den USA zur Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter und zur Konformitätsbewertung, erklärte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).
"In den vergangenen Wochen haben beide Seiten bereits wichtige Schritte zum Abbau der Streitthemen im bilateralen Handel unternommen", so der VDMA. "Sowohl die Airbus-Boeing-Zölle als auch die US-Zölle auf Stahl und Aluminium belasten den Maschinen- und Anlagenbau jedoch weiterhin. Hier müssen in den nächsten Monaten Lösungen gefunden werden."
US-Präsident Joe Biden wird am Dienstag in Brüssel mit Vertretern der EU zum ersten Gipfel seit Jahren zusammenkommen. Neben dem Umgang mit China wird es auch um die Zölle im Zusammenhang mit den Streitigkeiten um Airbus und Boeing gehen, die im März für vier Monate ausgesetzt worden sind, um sich auf die Lösung dieses lang anhaltenden Streits zu konzentrieren.
Ein weiteres Thema sind die Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus Europa, die der frühere US-Präsident Donald Trump mit Verweis auf unfaire europäische Wettbewerbspraktiken 2018 eingeführt hat. Im Gegenzug verhängte die EU-Kommission Zölle auf US-Waren, wie etwa Jeans, Harley-Davidson-Motorräder, Orangensaft und Whiskey, Jeans und Organgensaft.
Beide Seiten sollten die schon länger schwelenden Konflikte beseitigen, forderte der VDMA. Aber dies reiche nicht aus. Die Europäische Kommission sollte den aktuellen Schwung nutzen, um eine positive transatlantische Handelsagenda voranzutreiben.
In einem Schreiben von VDMA-Präsident Karl Haeusgen an EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis fordert er die EU auf, Abkommen mit den USA zur Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter und zur Konformitätsbewertung zu schließen. "Dies würde der Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks einen wichtigen Impuls geben und dazu beitragen, die Erholung des Maschinenbaus nach der Krise zu beschleunigen", betont Haeusgen.
Ein Abbau der Zölle auf Maschinen und Anlagen aus der EU würde zu Kosteneinsparungen von 850 Millionen Euro pro Jahr im transatlantischen Maschinenbausektor führen. Zudem würde eine gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungen Kosten für Exporteuer reduzieren.
Diese Konformitätsbewertungen seien eine der Hauptgründe, warum eine für den US-Markt produzierte Maschine immer noch um 5 bis 18 Prozent mehr kosten kann als eine vergleichbare Maschine für den europäischen Markt, so der VDMA.
Von Andrea Thomas
BERLIN (Dow Jones)
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