Verbraucherpreisindex

HVPI-Inflation in Deutschland im September niedriger als erwartet


FRANKFURT (Dow Jones)

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland ist im September niedriger als erwartet gewesen. Nach vorläufiger Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lag um 0,4 (August: 0,1) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisrückgang von nur 0,2 Prozent und eine Jahresrate von ebenfalls minus 0,2 Prozent prognostiziert.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum eine mittelfristige Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Eurostat veröffentlicht am Freitag Verbraucherpreisdaten für den Euroraum. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten bisher eine Stagnation der Jahresteuerung bei minus 0,2 Prozent.

Beeinflusst könnten die Erwartungen für den Euroraum noch von französischen Preisdaten werden, die am Mittwoch kommen. Hier erwarten Volkswirte einen Anstieg der Jahresteuerung auf 0,5 (0,2) Prozent. In Spanien sanken die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 0,6 (0,7) Prozent.

Der nationale deutsche Verbraucherpreisindex ging um 0,2 Prozent auf Monatssicht und um ebenfalls 0,2 (0,0) Prozent auf Jahressicht zurück. Volkswirte hatten Raten von je 0,0 Prozent prognostiziert.

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Zu dem geringeren Preisdruck trugen vor allem die Warenpreise bei, die auf Jahressicht um 1,7 (1,3) Prozent sanken. Darunter verringerten sich die Energiepreise um 7,1 (6,3) Prozent, während sich Nahrungsmittel um 0,6 (0,7) Prozent verteuerten. Die Teuerung bei Dienstleistungen betrug wie im Vormonat 1,0 Prozent, und die bei Wohnungsmieten ebenfalls unverändert 1,4 Prozent.

Endgültige Ergebnisse werden am 13. Oktober veröffentlicht.

Von Hans Bentzien

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