Verdi fordert Sofortprogramm für Hitzeschutz in Pflegeheimen


BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi dringt darauf, Pflegeeinrichtungen besser für Hitzeperioden zu wappnen. "Temperaturen von bis zu 45 Grad in einigen Pflegeheimen sind für Beschäftigte unerträglich und können für Bewohnerinnen und Bewohner lebensgefährlich sein", sagte Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. "Bund und Länder müssen dringend ein Sofortprogramm für Hitzeschutz und energetische Sanierung von Pflegeeinrichtungen auflegen."

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Ein Großteil der Einrichtungen sei für hohe Temperaturen nicht gewappnet, kritisierte Bühler. "Die schon im Alltag viel zu knappe Personalausstattung kollabiert in Hitzephasen vollständig". Wenn Pflegekräfte Maßnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner ergreifen sollen, brauche dies Zeit. Belastungen gebe es auch bei Personal in Service, Küche und Verwaltung.

Was bringt die Pflegereform?

Bühler forderte die Bundesregierung auf, die Pläne für eine Pflegereform zu überarbeiten. "Statt Kürzungen braucht es endlich bedarfsgerechte Vorgaben für den Personaleinsatz, die vollständig refinanziert werden müssen."

Ein noch von der früheren Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Entwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um Milliarden-Lücken bei der Pflegeversicherung zu decken und allgemeine Beitragserhöhungen zu vermeiden. Warken ist inzwischen auf die Position der Kanzleramtsministerin gewechselt, Nachfolger ist Carsten Linnemann (CDU)./sam/DP/mis

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