Verkauf möglich

Dell prüft wohl Optionen für Beteiligung an VMWare - Dell-Aktie schießt hoch


Dell prüft wohl Optionen für Beteiligung an VMWare - Dell-Aktie schießt hoch

Der Computer-Konzern Dell Technologies könnte sich laut einem Pressebericht von seiner Software-Tochter VMware trennen.

Dell habe jüngst begonnen, Möglichkeiten für einen Verkauf der 81-prozentigen Beteiligung oder auch andere Schritte, wie etwa eine Komplettübernahme, zu prüfen, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Der Prozess sei aber in einer frühen Phase. Dell-Aktionäre feierten.

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So könnten sich die Investoren im Falle eines Verkaufs der VMware-Beteiligung womöglich auf einen Geldregen freuen. Die Beteiligung von Dell an WMWare ist auf Basis des Schlusskurses vom Dienstag rund 50 Milliarden US-Dollar (rund 44,5 Mrd Euro) wert. Die VMWare-Aktien gewannen im vorbörslichen US-Handel zuletzt 9 Prozent.

Marktexperten stellten vor allem das Potenzial für Anleger von VMWare in den Vordergrund. James Fish, Analyst beim Finanzdienstleister Piper Sandler, sieht bei einem Verkauf der Anteile die Möglichkeit einer Übernahme von VMWare durch einen großen Cloud-Konzern. Auch könnte der Wert der Aktien von derzeit 149 Dollar auf über 200 Dollar steigen.

"Es ist zu früh die Champagner-Korken knallen zu lassen", hieß es hingegen von Daniel Ives, Experte bei Wedbush, wenngleich er eine steuerfreie Ausgliederung als am wahrscheinlichsten einschätzte. Aufgrund der vielen Wenden in der Beziehung zwischen Dell und VMWare könne es aber sein, dass sich am Ende an der Struktur gar nichts ändern werde.

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Ein möglicher Verkauf könnte sich mit Blick auf die hohe Schuldenlast des Konzerns positiv auswirken. Der Schuldenstand lag im Mai nach Aussagen von Finanzvorstand Tom Sweet während der Zahlenbekanntgabe für das erste Quartal bei 57,3 Milliarden Dollar. Dell hatte im September 2016 das Konglomerat EMC für damals 67 Milliarden Dollar erworben, hierzu gehörte auch der Cloud-Computing und Virtualisierungs-Anbieter VMWare.

Zusätzlich zur historischen Schuldenlast beeinträchtigt die Corona-Krise das Geschäft. Obwohl das Unternehmen vom Wechsel ins Home Office profitieren konnte, sei die Nachfrage kleinerer und mittlerer Unternehmen im ersten Quartal zurückgegangen, hieß es von Dell-Konzernchef Jeff Clarke Ende Mai. Der ebenfalls im Raum stehende Erwerb der restlichen Anteile von VMWare würde die Schuldenlast nochmals deutlich erhöhen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen laut Sweet eher auf den Schuldenabbau.

Der Dell-Aktienkurs schnellte im US-Handel an der NYSE schlussendlich um 8,35 Prozent auf 53,10 US-Dollar nach oben. Für VMWare geht es zeitgleich 2,35 Prozent auf 152,73 US-Dollar nach oben.

/ssc/knd/jha/

ROUND ROCK (dpa-AFX)

Bildquellen: Hadrian / Shutterstock.com

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30.11.18 VMware Hold Stifel, Nicolaus & Co., Inc.

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