Evonik mit starkem zweiten Quartal und bestätigter Jahresprognose - Aktie höher
Evonik hat im zweiten Quartal von höheren Verkaufsmengen und Preisen sowie Engpässen bei asiatischen Wettbewerbern profitiert. Die Prognose steht.
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Evonik Industries hat im zurückliegenden Quartal wie berichtet von einer Sonderkonjunktur nach Engpässen in einigen Lieferketten profitiert.
Evonik steigert bereinigtes EBITDA um 24 Prozent
Der Spezialchemiekonzern wies bei Vorlage der Halbjahresbilanz für die Monate April bis Juni ein bereinigtes EBITDA von 630 Millionen Euro aus, 24 Prozent mehr als die vor einem Jahr erzielten 509 Millionen Euro. Die aktuelle Zahl liegt damit etwas über dem Mittelpunkt der Spanne, die das Unternehmen bereits Ende Juni ad hoc in Aussicht gestellt hatte. Analysten hatten zuletzt mit 621 Millionen Euro gerechnet.
Umsatz wächst dank höherer Mengen und Preise
Jeweils 7 Prozent höhere Verkaufsmengen und Preise sorgten dafür, dass der Evonik-Umsatz um 11 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro stieg. Der MDAX-Konzern aus Essen profitierte vor allem in seinem Segment Advanced Technologies davon, dass sich Kunden angesichts von Lieferkettenproblemen verstärkt mit Produkten eindeckten, weil asiatische Anbieter wegen der Sperrung der Straße von Hormus teilweise nicht lieferfähig waren. Im Bereich Animal Nutrition halte dieses positive Momentum auch an, hieß es.
"Wir freuen uns über einen warmen Sommerregen", sagte Vorstandschef Kullmann. "An den fundamentalen Problemen unserer Branche ändert das allerdings nichts." Um diesen Problemen zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken, baut Evonik Stellen ab. Seit Jahresbeginn ging die Zahl der Beschäftigten um knapp 700 zurück.
Bereinigungen belasten Nettogewinn
Netto buchte Evonik nach deutlich höheren Bereinigungen 84 Millionen Euro Gewinn, ein Rückgang um 31 Prozent.
Free Cashflow dreht ins Plus
Der Free Cashflow verbesserte sich im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreswert von minus 211 Millionen Euro auf plus 49 Millionen Euro.
Evonik bestätigt Jahresprognose
Die Ende Juni ebenfalls angehobene Jahresprognose bestätigte Evonik. Erwartet wird für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro. Damit wird das Vorjahresergebnis von rund 1,9 Milliarden Euro klar übertroffen. Angestrebt wird weiterhin eine Cash Conversion Rate von etwa 40 Prozent.
Die Evonik-Aktie gewinnt auf XETRA zeitweise 0,91 Prozent auf 17,75 Euro.
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Bildquellen: EVONIK, Jonathan Weiss / Shutterstock.com
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 10.08.26 | Evonik Hold | Deutsche Bank AG | |
| 10.08.26 | Evonik Sell | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 05.08.26 | Evonik Hold | Deutsche Bank AG | |
| 04.08.26 | Evonik Underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 04.08.26 | Evonik Buy | Jefferies & Company Inc. |