Wadephul zu Tomahawks: Sprechen weiterhin intensiv mit den USA


BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Hoffnung auf Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA noch nicht ganz aufgegeben. Auf die Frage, ob er noch Chancen sehe, Tomahawks zu kaufen, sagte er der "Welt am Sonntag": "Diese Bundesregierung arbeitet jeden Tag dafür, Deutschlands Verteidigungsfähigkeit bestmöglich zu steigern. Darüber sprechen wir weiterhin auch intensiv mit unseren Alliierten in den USA."

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Anfang Mai in der Sendung "Caren Miosga" gesagt, dass er aktuell nicht mehr mit der 2024 vom damaligen US-Präsidenten Joe Biden zugesagten Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern aus US-Beständen rechne. Öffentlich hat sich die US-Regierung unter Donald Trump in der Frage noch nicht geäußert.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nannte aber kürzlich im ZDF-"heute journal" einen zweiten möglichen Weg, um an Tomahawks zu kommen: "Wir haben eine offizielle Anfrage schon vor anderthalb Jahren gestartet bei den Amerikanern, nämlich Tomahawk importieren zu können, also kaufen zu können. Darauf steht die Antwort noch aus." Pistorius räumte aber ein, dass er sich angesichts der aktuellen Weltlage nicht allzu viel Hoffnung mache.

Wadephul erklärte nun weiter, sein Gesprächspartner sei US-Außenminister Marco Rubio, mit dem er "konstruktiv und freundschaftlich" zusammenarbeite. "Die USA bleiben ein unverzichtbarer Partner, wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch", sagte er. "Dass Europa mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernimmt, ist seit Jahren Nato-Strategie. Mit den fünf Prozent Verteidigungsausgaben, für die ich mich sehr eingesetzt habe, setzen wir dieses Ziel nun endlich auch um."/bg/DP/men

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