WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kaum verändert - Ifo überrascht
(Tippfehler im drittletzten Absatz behoben. Es heißt Gabelstaplerhersteller rpt Gabelstaplerhersteller.)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Kursrally am deutschen Aktienmarkt hat sich die Kauflaune der Anleger zunächst gelegt. Ein überraschend gutes Ifo-Geschäftsklima, das der wichtigste deutsche Konjunktur-Frühindikator ist, lieferte dem Dax am Vormittag zwar ein wenig Rückenwind, für einen Sprung in die Gewinnzone reichte es zuletzt aber noch nicht ganz. Der deutschen Leitindex notierte noch 0,07 Prozent im Minus bei 13 278,57 Punkten.
"Die Jahresendrally ist somit ein wenig ins Stocken geraten", konstatierte Christian Henke vom Broker IG. Noch zum Start in die Vorweihnachtswoche hatte der Dax mit 13 425 Punkten seinen bisherigen Höchststand seit fast zwei Jahren erreicht. Bereits am Dienstag aber hatten die Investoren wieder einen Gang zurückgeschaltet und lieber Gewinne mitgenommen.
Der MDAX, der tags zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte, fiel um 0,26 Prozent auf 28 223,74 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) arbeitete sich indes im frühen Handel auf positives Terrain vor und verbuchte zuletzt ein Plus von 0,09 Prozent auf 3748,55 Punkte.
Auf Unternehmensseite setzte nach einer enttäuschenden Prognose von Jungheinrich eine regelrechte Flucht aus den Papieren des Gabelstaplerherstellers ein. Der Konzern rechnet wegen der aktuell unsicheren Konjunktur für das kommende Jahr mit einem schwächeren Verlauf als in 2019 und kündigte Sparmaßnahmen an. Der Jungheinrich-Kurs brach um fast ein Fünftel ein. Die Papiere des Konkurrenten Kion (KION GROUP) gaben ebenfalls kräftig nach, hier betrug der Kursverlust zuletzt mehr als fünf Prozent.
Unterdessen konnten sich im Dax (DAX 30) die Papiere der Deutschen Post aus dem Sog der Gewinnwarnung des Paketdienstleisters FedEx befreien. Die zum Handelsstart noch schwächeren Anteile des Bonner Logistikriesen verteuerten sich zuletzt moderat. Papiere des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC (Fresenius Medical Care)) (Fresenius Medical Care) wurden hingegen nach einer Kurszielsenkung durch die Analysten der Societe Generale (Société Générale (Societe Generale)) mit mehr als einem Prozent Abschlag zu den Index-Schlusslichtern durchgereicht.
Eine gestrichene Kaufempfehlung durch die Analysten der britischen HSBC sorgte für Kursverluste bei WashTec: Die Papiere des Waschanlagen-Herstellers sackten um mehr als sechs Prozent ab. Analyst Richard Schramm begründete sein neues Votum mit in seinen Augen nur noch geringen Aufwärtspotenzial der Aktie. Der Konzern müsse nun zeigen, dass er die am Markt erwartete starke Gewinnerholung für die kommenden beiden Jahre auch liefern könne./tav/mis
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