Wirecard-Skandal: Inhaftierter Manager will kooperieren
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BERLIN (dpa-AFX) - Im Bilanzskandal um den mutmaßlichen Milliardenbetrug beim Dax (DAX 30)-Konzern Wirecard will einer der wichtigsten Beschuldigten mit der Staatsanwaltschaft kooperieren. Das bestätigte der Anwalt des in Untersuchungshaft sitzenden Ex-Chefs der Wirecard-Tochtergesellschaft Cardsystems Middle East am Freitag: "Mein Mandant hat sich freiwillig dem Verfahren gestellt und steht - im Gegensatz zu anderen - zu seiner individuellen Verantwortung." Darüber berichtete zuerst die Nachrichtenagentur Reuters. Der Strafverteidiger betonte, dass er nicht von einem Geständnis gesprochen habe.
Die Cardsystems Middle East spielte eine zentrale Rolle bei den mutmaßlichen Scheingeschäften, mit denen bei Wirecard die Bilanzen um 1,9 Milliarden Euro aufgebläht wurden. Wie aus der Bilanz der Konzernmuttergesellschaft Wirecard AG für das Jahr 2018 hervorgeht, meldete dieses Unternehmen einen erheblichen Teil der verbuchten Gewinne, während die große Mehrheit der übrigen Wirecard-Gesellschaften Verluste schrieb. Doch diese vermeintlichen Gewinne der Cardsystems in Dubai waren mutmaßlich in Gänze oder zumindest zum allergrößten Teil erdichtet./cho/DP/mis
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